1:0 in Nürnberg: St. Pauli siegt bei Hürzeler-Debüt

Mit dem ersten Auswärtssieg der laufenden Saison verbessern sich die Hamburger auf den zehnten Tabellenplatz. Jakov Medic erzielt den entscheidenden Treffer gegen den 1. FC Nürnberg.
Jakov Medic (l) von St. Pauli jubelt über seinen Treffer zum 0:1. © Daniel Karmann/dpa

Trainerdebüt gelungen, Auswärtsfluch gebannt. Den Zweitliga-Fußballern des FC St. Pauli ist der Rückrunden-Auftakt am Sonntag optimal gelungen. Das 1:0 (1:0) beim 1. FC Nürnberg war bei der Pflichtspielpremiere des neuen Trainers Fabian Hürzeler der erste Auswärtssieg der Hamburger in der laufenden Saison. Der Treffer von Jakov Medic (33. Minute) sorgte dafür, dass sich die Kiezkicker vom 15. auf den zehnten Platz verbesserten. Sicher dürfen sich die Hanseaten aber noch lange nicht fühlen. Der Vorsprung auf Schlusslicht 1. FC Magdeburg beträgt lediglich drei Punkte.

«Es gibt viele Dinge, die wir noch deutlich besser machen können, sagte Hürzeler, mit 29 Jahren der jüngste Chefcoach im deutschen Profifußball, nach dem Abpfiff bei Sky: «Speziell in der ersten Halbzeit haben wir einige zweite Bälle verloren.»

Wie erwartet hatte Hürzeler den estnischen Neuzugang Karol Mets von Beginn an in die Innenverteidigung gestellt. Die ebenfalls in der WM- und Winterpause nachverpflichteten Angreifer Maurides und Oladapo Afolayan nahmen zunächst auf der Bank Platz, kamen im Laufe der Partie aber zu ihren ersten Zweitliga-Minuten im St.-Pauli-Trikot. Abräumer Eric Smith fehlte krankheitsbedingt und wurde durch Medic ersetzt.

Die Hamburger starteten vor den 30 871 Zuschauern im Max-Morlock-Stadion abwartend in die Partie. Das Hürzeler-Team hatte zwar mehr Ballbesitz, überließ die offensiveren Aktionen aber den Gastgebern. Ausgerechnet in einer Phase, in der sich der Nürnberger Druck erhöhte, fiel mit der ersten richtigen Torchance auch das 1:0.

Nach einer kurz ausgeführten Ecke flankte Leart Paqarada von der rechten Seite in das Strafraumzentrum. Der völlig frei stehende Medic nickte den Ball zu Führung ein. Wenig später vergab der ehemalige HSVer Jan Gyamerah dann gegen einen stark parierenden St.-Pauli-Schlussmann Nikola Vasilj die große Chance zum Ausgleich (39.).

«Die Balance zwischen Offensive und Defensive muss stimmen», hatte Hürzeler vor dem Spiel gesagt. Mit zunehmender Spieldauer stellte sich diese Balance immer besser ein. Nürnberg kam noch zu einigen Gelegenheiten, doch in ganz große Gefahr gerieten die Gäste nicht mehr: «Ich freue mich riesig für die Mannschaft. Man merkt, wie erleichtert die Jungs sind», sagte der Hamburger Coach nach dem Ende einer langen Durststrecke in der Fremde. Das letzte Mal zuvor hatte St. Pauli im Februar 2022 auswärts gewonnen.

Weiter geht es für die Hamburger am nächsten Sonntag (13.30 Uhr/Sky). Zu Gast am Millerntor ist dann Hannover 96. Die Niedersachsen mussten zum Rückrundenstart mit der 1:3-Heimniederlage gegen den 1. FC Kaiserslautern einen heftigen Rückschlag in Sachen Aufstiegshoffnung hinnehmen.

© dpa ⁄ Stefan Flomm, dpa
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