St.-Pauli-Trainer Schultz: «Das Ziel war etwas im Weg»

18.05.2022 Der Freude über eine gute Saison wird von der Enttäuschung über den verpassten Aufstieg in die Fußball-Bundesliga überlagert. Im Griechen Manolis Saliakas präsentiert der Club vom Millerntor einen neuen Abwehrmann für die nächste Saison.

Ein Fußball liegt vor der Partie im Netz. © Friso Gentsch/dpa/Symbolbild

Die Gefühlslage nach dem Ende der Saison in der 2. Fußball-Bundesliga schwankt bei Timo Schultz zwischen Freude und Frust. «Eigentlich ist Platz fünf eine Bombenposition», sagte der Trainer des FC St. Pauli am Mittwoch bei einer Medienrunde in der Hansestadt. Aber auf der anderen Seite gebe es eben auch die Enttäuschung, nach der Herbstmeisterschaft den Aufstieg nicht geschafft zu haben.

Dennoch habe die Serie dem gebürtigen Ostfriesen richtig viel Spaß gemacht: «Die Jungs waren in jedem Spiel, in jedem Training heiß», sagte Schultz, der eine griffige Zusammenfassung für die Spielzeit fand: «Man sagt, der Weg ist das Ziel. Bei uns war das Ziel etwas im Weg.» Wenn ein Club wie der FC St. Pauli am Ende vor Vereinen wie Schalke 04 und Werder Bremen stehen wolle, müsse alles zusammenpassen. Das war am Millerntor dann doch nicht der Fall. Viele Kleinigkeiten hätten sich summiert, «und dann ziehen andere vorbei», bilanzierte der 44-Jährige.

Gemeinsam mit Sportchef Andreas Bornemann läuft die Planung für die nächste Spielzeit. «Durch die Auf- und Absteiger wird die Liga noch ausgeglichener. Das ist Chance und Risiko zugleich», sagt Schultz. Der Club gab einen weiteren Zugang bekannt: Der 25-jährige Grieche Manolis Saliakas, der zum aktuellen Kader der Nationalmannschaft seines Heimatlandes zählt, wechselt vom griechischen Erstligisten PAS Giannina ans Millerntor.

«Manolis Saliakas kann als Außenverteidiger an beiden Enden des Feldes Akzente setzen und für uns wertvoll sein. Er agiert sehr giftig gegen den Ball und bringt viel Dynamik im Spiel nach vorne mit», sagte Schultz über den Neuzugang.

Auf der Abgangsliste steht dagegen Daniel-Kofi Kyereh. Wie das «Hamburger Abendblatt» berichtete, sollen sich die Verantwortlichen des Erstligisten SC Freiburg mit dem offensiven Mittelfeldspieler getroffen haben. Auch der Verbleib der Leistungsträger Guido Burgstaller (Angriff) und Leart Paqarada (Abwehr) ist offen.

© dpa

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