St. Pauli holt einen Punkt beim 4:4-Spektakel gegen den KSC

Pyro-Alarm, Videobeweis, Aufholjagd: Die Kiezkicker sind im Wildpark die bessere Mannschaft, doch die Belohnung bleibt aus. Immerhin funktioniert die Offensive der Hanseaten wieder.
Karlsruher Fans entzünden vor Spielbeginn Rauchbomben wodurch das Stadion eingenebelt wird. © Uli Deck/dpa

Vier Tore und doch kein Sieg: Fußball-Zweitligist FC St. Pauli hat sich beim 4:4 (3:3) am Samstag beim Karlsruher SC nicht belohnt, aber immerhin eine deutliche Aufwärtstendenz erkennen lassen. Johannes Eggestein (24. und 35. Minute), Eric Smith (43.) und Lukas Daschner (61.) erzielten vor den 21 487 Zuschauern die Treffer für St. Pauli, der mit 0:2, 1:3 und 3:4 hinten gelegen hatte. Fabian Schleusener (12. und 31.), Marvin Wanitzek (16.) und Mikkel Kaufmann (50.) waren für die Gastgeber erfolgreich.

Die Hamburger, die in den vier Begegnungen zuvor nur einen Treffer erzielt hatten, rückten nach dem fünften sieglosen Liga-Spiel in Serie mit jetzt 17 Zählern auf Platz 14 vor. Am Sonntag kann es aber wieder einige Positionen abwärts gehen.

St.-Pauli-Trainer Timo Schultz hatte die Mannschaft im Vergleich zur mutlosen Nullnummer gegen Holstein Kiel auf zwei Positionen umgebaut. Im Mittelfeld durfte Afeez Aremu ran, im Angriff rückte Daschner an die Seite von Eggestein. Connor Metcalfe und David Otto nahmen dafür auf der Bank Platz.

Die Partie im Wildpark begann mit einer Viertelstunde Verspätung, da im Fanblock der Gastgeber vor dem Anpfiff Unmengen von Pyrotechnik angebrannt worden waren. In den dichten Rauchschwaden hielten sich beide Teams warm, ehe Schiedsrichter Florian Lechner das Spiel freigeben konnte.

St. Pauli hatte zunächst mehr vom Spiel, setzte die Gastgeber früh unter Druck. In der sechsten Minute verhinderte nur die Querlatte die Führung durch einen Klasseschuss von Marcel Hartel. Umso überraschender kam dann die Karlsruher Führung. Dem 0:1 ging ein Ballverlust von Aremu voraus, beim 0:2 gab Smith unfreiwillig und unglücklich die Vorlage.

Die Anerkennung des Anschlusstreffers durch Eggestein dauerte dann mehrere Minuten. Nachdem er schon auf Abseits entschieden hatte, sah sich Lechner die Videobilder noch einmal an und revidierte seine Entscheidung. Statt Sicherheit zu gewinnen, verfielen die Kiezkicker aber wieder in eine Tiefschlafphase, die Schleusener zu seinem zweiten Treffer nutzte.

Mit großem Kampf und teilweise auch starken spielerischen Elementen kam St. Pauli immer wieder zurück ins Spiel, musste sich wegen der deutlichen Überlegenheit aber eher als Verlierer in einer spektakulären Auseinandersetzung fühlen. «Wir werden die Zeit nutzen, um die Lage zu analysieren», hatte Schultz vor der Partie für die nun anstehende WM-Pause angekündigt. Es dürfte ein ganzer Berg von Arbeit sein, der vor dem 45-Jährigen liegt.

© dpa
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