Präsident Göttlich: «St. Pauli gehört ins obere Drittel»

Trainer und Sportchef haben die missliche Lage beim FC St. Pauli bereits analysiert. Jetzt spricht Vereinschef Oke Göttlich. Er hat deutliche Forderungen.
Oke Göttlich, Präsident des FC St. Pauli. © Michael Schwartz/dpa/Archivbild

Präsident Oke Göttlich vom FC St. Pauli ist mit dem Verlauf der Hinrunde in der 2. Fußball-Bundesliga hochgradig unzufrieden. «Das, was wir darbieten, reicht sportlich nicht», sagte der Vereinschef in einer Einschätzung der ersten Halbserie. «2022 haben wir unsere Ziele nicht erreicht. Wir stehen auf einem Tabellenplatz, auf dem wir angefangen haben mit Timo Schultz.»

Der FC St. Pauli ist nach Abschluss der Hinrunde Tabellen-15., punktgleich mit dem 1. FC Magdeburg auf einem Abstiegsplatz. In seiner ersten Saison 2020/21 war Schultz mit den Hamburgern zur Halbzeit ebenfalls 15., lieferte dann aber eine enorm starke Rückrunde ab.

«Wenn mögliche Lösungen auf dem Tisch liegen, werden Entscheidungen getroffen», sagte Göttlich. «Ich will Antworten haben. Die größte Gefahr ist, wenn man sagt: Ach, das wird schon wieder», betonte der seit Sommer hauptamtlich tätige Vereinschef. Seine Forderung: «St. Pauli gehört ins obere Drittel der Liga.»

Ein Verbleib von Trainer Schultz ist wahrscheinlich. Sportchef Andreas Bornemann trifft an der gegenwärtigen Lage nach dem Verkauf von Leistungsträgern und dem Verzicht auf einen annähernd adäquaten Ersatz eine Mitschuld an der gegenwärtigen Situation. Er sei «Teil der Analyse», sagte Göttlich. «Er ist aber auch derjenige, der hier in den vergangenen Jahren klar unsere Strategie verfolgt hat. Wir haben einen extrem ambitionierten Sportdirektor.»

Mit dem Potenzial des Vereins in wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Fragen sei der FC St. Pauli «einer der Top-Vereine der 2. Liga». Die Zahl der Mitglieder wuchs in Göttlichs Amtszeit in den vergangenen acht Jahren von 15.000 auf mehr als 33.000.

Mit Blick auf den Fußball weltweit beklagte der 46-Jährige: «Der Fußball tut alles dafür, seine Glaubwürdigkeit infrage zu stellen.» Als Beispiele nannte er die umstrittene Katar-WM, die von Finanzen diktierte Ausrichtung von UEFA, FIFA und DFL. «Fragen werden bisher nur mit Geld beantwortet», sagte Göttlich.

© dpa
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