Kein Rückrunden-Einbruch: HSV weiter auf Erstliga-Kurs

Der Start in die Zweitliga-Rückrunde ist dem Hamburger SV geglückt. Nach zwei Siegen ist der Favorit auf Aufstiegskurs. Das 2:0 im Nordduell in Rostock war verdient. Für Hansa wird es noch schwer.
Rostocks Kevin Schumacher (l) verliert den Ball gegen Hamburgs Bakery Jatta. © Gregor Fischer/dpa/Archivbild

Der fast schon traditionelle Rückrunden-Einbruch des Hamburger SV ist vorerst noch nicht in Sicht. Dagegen wird es für den Nordrivalen Hansa Rostock noch eine schwere Zeit in der 2. Fußball-Bundesliga. Der HSV feierte mit dem 2:0 (1:0) im Nordduell beim Team von der Ostsee den zweiten Sieg im zweiten Spiel des zweiten Saisonabschnitts und ist weiter auf Kurs Richtung Bundesliga. Die Treffer zum insgesamt verdienten Erfolg erzielten Ludovit Reis (40.) per Flipper-Tor und der eingewechselte Winter-Zugang Andras Nemeth in der Nachspielzeit. Beim zweiten HSV-Treffer waren die Rostocker in Unterzahl, nachdem Damian Roßbach (81.) die Gelb-Rote Karte gesehen hatte.  

«Hansa hat uns alles abverlangt. Wir mussten richtig Gas geben», sagte HSV-Trainer Tim Walter. «Wir sind einfach nur stolz, dass wir gewonnen haben.» Er sei mit seiner Mannschaft «sehr zufrieden, weil sie viel wegverteidigt hat und trotzdem Torchancen kreiert hat». Ein großes Kompliment ging an seine Abwehr und seinen Torwart Daniel Heuer Fernandes, «dass sie mal wieder zu null gespielt haben». Zuletzt war das seinem Team in der Liga am neunten Spieltag am 17. September gegen Fortuna Düsseldorf (2:0) gelungen.     

Die Hamburger blieben durch den Sieg in Rostock in der Tabelle am Spitzenreiter Darmstadt 98 dran, vergrößerten aber zugleich den Abstand zum Dritten 1. FC Heidenheim auf vier Zähler. Hansa ist nach der zweiten Niederlage nacheinander nur noch zwei Punkte von den Abstiegsrängen entfernt. 

Dabei war das Team von Trainer Patrick Glöckner lange Zeit mit dem HSV auf Augenhöhe, doch wieder einmal scheiterte es an seinen alten Schwächen. «Wir haben zu viel liegen lassen im offensiven Bereich. So viele Tormöglichkeiten in der Qualität bekommst du nicht so oft im Derby», sagte Glöckner und schwankte zwischen Lob und Frust für und über seine Mannschaft.

Vor 26 500 Zuschauern im ausverkauften Ostseestadion hatte HSV-Trainer Tim Walter der Startformation vertraut, die eine Woche zuvor gegen Eintracht Braunschweig (4:2) gewonnen hatte. Das hieß, dass die drei Winterzugänge erneut den Anpfiff von der Bank aus erlebten. Walters Hansa-Kollege Glöckner brachte den in dieser Saison mit sechs Toren erfolgreichsten Rostocker Kai Pröger für Simon Rhein von Beginn an. 

Die Hamburger hatten wie erwartet optische Vorteile. Das Ballbesitz-Verhältnis ging an sie. Doch Nutzen konnten die Gäste selten ziehen. Die Hansa-Defensive mit dem Ex-HSVer Rick van Drongelen als Abwehrchef stand lange sicher. Auch nach vorne hatte die zweitharmloseste Offensive der Liga (17 Tore) einige gute Szenen. 

Die Führung der Hamburger fiel glücklich. Der Ball flipperte erst in der Rostocker Abwehr zwischen Nico Neidhart und van Drongelen und sprang dann vom Fuß des Niederländers unbeabsichtigt zu seinem Landsmann Reis, der aus kurzer Entfernung Torhüter Markus Kolke überwand. 

Im zweiten Abschnitt wurde die spielerische und technische Überlegenheit der Hamburger deutlicher. Kolke reagierte bei einer Dreifach-Chance der Gäste grandios und verhinderte die frühe Entscheidung (51.). Auch wenn der HSV dominierte, bemühten sich die Rostocker weiter. Pech hatten sie zweimal, als der vermeintliche Ausgleich erst durch Svante Ingelsson (68.), dann durch John Verhoek (71.) jeweils zu Recht wegen Abseits abgepfiffen wurden. Als das ungarische Talent Nemeth, das im Winter zum HSV kam, traf, war Hansa endgültig geschlagen. 

Erfreulich: Partien der beiden Mannschaften gelten bei der Polizei als Hochrisikospiele. Zumindest bis vor dem Anpfiff blieb es laut der Polizei Rostock ruhig. «Das Konzept der Fan-Trennung ist bislang gut aufgegangen. Die Anreise der Hamburger Fans verlief ohne Probleme. Und jetzt sind erst mal alle im Stadion», sagte eine Sprecherin. Im Stadion wurden dann im HSV-Block Pyros gezündet und in der Pause Leuchtraketen Richtung Hansa-Tribüne geschossen. 

© dpa ⁄ Claas Hennig, dpa
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