Jansen zu Wüstefeld-Rücktritt: «Beste Entscheidung für HSV»

Aufsichtsrats-Chef Marcell Jansen hat den Rücktritt des Finanzvorstands und Aufsichtsrats-Mitglieds Thomas Wüstefeld beim Hamburger SV begrüßt. Es gehe um «Ruhe für den HSV. Deshalb ist das jetzt auch die beste Entscheidung für den HSV», sagte der frühere Nationalspieler am Donnerstag bei einer Pressekonferenz im Volksparkstadion. Der 36-Jährige wollte sich nicht im Detail zu den zahlreichen Vorwürfen gegen den Medizinunternehmer Wüstefeld äußern und denkt auch nicht an einen eigenen Rücktritt. «Es waren sechs Leute, die ihn als Feuerwehrmann in das operative Geschäft entsendet haben. Das war nicht meine alleinige Entscheidung», sagte Jansen.
Marcell Jansen, neu gewählter Präsident vom Hamburger Sportverein e.V. © Axel Heimken/dpa/Archivbild

Wüstefeld hatte dem Aufsichtsrat seine Entscheidung am Mittwochabend bereits vor einer kurzfristig angesetzten Sitzung mitgeteilt. Gegen den 53-Jährigen wurden zuletzt immer mehr Vorwürfe wie Millionenforderungen gegen seine Firmen, Betrugsvorwürfe anderer Unternehmer oder Zweifel an seinen Doktor- und Professor-Titeln laut. Wüstefeld weist alles zurück. Auch Jansen wehrte sich am Donnerstag gegen den Vorwurf, zu lange an dem Finanzvorstand festgehalten und eine zu große persönliche Nähe zu ihm gepflegt zu haben. «Erst mal ist es immer wichtig, dass ein Verein hinter seinen Leuten steht. Und dann gibt es immer auch eine Unschuldsvermutung», sagte der frühere Profi des HSV und des FC Bayern.

Vorerst wird Sportchef Jonas Boldt als alleiniger Vorstand die HSV-Geschäfte leiten. Ein Nachfolger für Wüstefeld soll erst während der WM-Pause im November und Dezember gesucht werden. «Wir werden die lange Pause nutzen, um die ersten Weichen zu stellen», sagte Jansen.

Der Aufsichtsrats-Chef des HSV deutete auch an, die zahlreichen Vorwürfe gegen Wüstefeld nicht mehr weiter untersuchen zu wollen. Bei den vom «Hamburger Abendblatt» recherchierten Zweifeln an seinen akademischen Titeln habe Wüstefeld einzelnen Mitgliedern des Gremiums Unterlagen vorgelegt. «Es haben Prüfungen stattgefunden von Leuten, die den Background dafür haben», sagte Jansen. «Das zu beurteilen wäre Aufgabe des Aufsichtsrats gewesen. Aber dazu ist es nicht mehr gekommen.» Wüstefeld sei dem «mit seinem Rücktritt zuvorgekommen».

© dpa
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