HSV: Zwei Negativrekorde und zwei Lichtblicke

Der Hamburger SV hat zwei neue Erfahrungen gemacht: Nach sieben Minuten mit zwei Toren zurückzuliegen - das gab es für die Hanseaten in fünf Jahren 2. Fußball-Bundesliga noch nie. «Wir waren da wahrscheinlich noch in der Kabine», sagte Trainer Tim Walter genervt und grollte: «Wir haben uns selber geschlagen.» Und noch etwas ist neu für die Hansestädter im Fußball-Unterhaus: Zwei Niederlagen nach fünf Spielen hatten sie noch nie.
Hamburgs Trainer Tim Walter gestikuliert am Spielfeldrand. © Christian Charisius/dpa

Das 1:2 (0:2) gegen den SV Darmstadt 98, der als Dritter zum Vierten nach Hamburg gekommen war, um am Ende zumindest als vorübergehender Tabellenführer nach Hause zu reisen, war ein herber Schlag. «Wir haben heute ein Spiel verloren, aber am Ende gewinnen wir», meinte Walter salomonisch.

Der Ärger über die zweite Heimniederlage saß jedoch tief. Da konnte sich der Coach nur verhalten über zwei seiner Spieler freuen. Jean-Luc Dompé, gerade erst am Donnerstag verpflichtet, hatte nur eine Trainingseinheit mit seinem neuen Team absolviert und machte dennoch mächtig Dampf auf dem Flügel. Der 27 Jahre alte trickreiche und schnelle Franzose narrte mehrmals seine Gegenspieler und sorgte für Torgefahr. Ebenfalls positiv: Sein Comeback nach langer Verletzungspause gab Bakery Jatta.

«Haben sie gut gemacht, die zwei. Dafür, dass er erst gestern gekommen ist, hat er sich gut verstanden mit den Jungs», sagte Walter über Dompé und lobte auch Jatta. «Er hilft uns einfach mit seiner Art und Weise, mit welcher Lebensfreude er agiert», betonte der Trainer.

Wortkarg wurde Walter, als die Platzverweise zur Sprache kamen. Mannschaft und Führung waren dreimal beteiligt, die Darmstädter einmal. Rot gegen den Torschützen Ransford Königsdörffer und den acht Minuten zuvor eingewechselten Aaron Opoku sowie Gelb-Rot gegen den meckernden Sportvorstand Jonas Boldt. Waren die Pappen berechtigt? «Kein Kommentar», sagte Walter, um dann einen Seitenhieb gegen Schiedsrichter Robert Schröder aus Hannover auszuteilen: «Es gibt Götter in Weiß, so gibt es auch andere Götter.»

© dpa
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