HSV vertreibt Herbst-Blues: Nur einen Punkt hinter Spitze

Der HSV kann es in der 2. Fußball-Bundesliga doch noch zu Hause. Gegen den unangenehmen SSV Jahn Regensburg reicht es zum 3:1 - trotz verschossenen Elfmeters. Ein wichtiger Sieg im Aufstiegskampf.
HSV-Fans jubeln ihrer Mannschaft zu. © Marcus Brandt/dpa

Der Hamburger SV hat seinen Herbst-Blues in der 2. Fußball-Bundesliga vorerst vertrieben. Eine Woche nach dem wichtigen Auswärtssieg beim SC Paderborn legten die Hanseaten auch in heimischen Gefilden nach und kamen am Sonntag zu einem schwer erkämpften 3:1 (1:1) gegen den SVV Jahn Regensburg. «Wir haben super gekämpft heute. Wir haben uns das einfach verdient», sagte Torschütze Ransdorf Königsdörffer im TV-Sender Sky. In der Englischen Woche gehe es jetzt darum weiterzumachen, «um neun Punkte aus drei Spielen einzufahren».

Kaan Caliskaner (7.) hatte die Gäste früh in Führung gebracht. Mario Vuskovic (12.) besorgte den raschen Ausgleich. Königsdörffer (79.) und Robert Glatzel (90.) belohnten den HSV für dessen Angriffsbemühungen mit ihren Treffern gegen die tapferen Regensburger. Glatzel hätte der Pechvogel des Spiels werden können. Der Torjäger war in der 49. Minute mit einem Foulelfmeter an Jahns starkem Torwart Thorsten Kirschbaum gescheitert.

Vor den letzten beiden Partien vor der WM- und Winter-Pause am Mittwoch bei der SpVgg Greuther Fürth und am Samstag gegen den SV Sandhausen haben die Hamburger weiter einen Zähler Rückstand auf Darmstadt 98. Vier Zähler hinter dem HSV folgt der 1. FC Heidenheim auf Platz drei.

Dass der Abstand des Norddeutschen zu den Darmstädtern auch nach dem 15. Spieltag nur einen Punkt beträgt, war gegen die ersatzgeschwächten, aber leidenschaftlich kämpfenden Regensburger lange Zeit nicht klar. Vor 51 314 Zuschauern im erneut gut gefüllten Volksparkstadion taten sich die Gastgeber schwer und brachten sich besonders durch Unzulänglichkeiten in der Deckung immer wieder in Schwierigkeiten.

Auch die Rückkehr von Kapitän und Abwehrchef Sebastian Schonlau nach zwei Spielen Rot-Sperre brachte der Abwehr noch nicht die gewohnte Sicherheit. Caliskaner nutzte die erste Gelegenheit zur Gäste-Führung, als die Hamburger in der Defensive noch nicht organisiert waren. Caliskaner ließ HSV-Torwart Daniel Heuer Fernandes keine Chance. In der gesamten ersten Halbzeit war der Keeper der Gastgeber noch einige Male gefordert.

Auch danach durfte sich Heuer Fernandes häufiger auszeichnen, als ihm lieb war. «Wir sind besser ins Spiel gekommen. Der Gegentreffer darf uns aber so nicht passieren», meinte Trainer Tim Walter. «Trotzdem sind wir danach weiter dran geblieben, haben uns Torchancen erarbeitet und nicht mehr viel zugelassen.»

Nach vorne lief das Spiel der Hamburger besser. Tim Walter überraschte mit seiner Startelf und brachte Königsdörffer für die rechte Deckungsseite. Der Offensiv-Mann sollte noch mehr Schwung nach vorn bringen. Und das gelang einige Male auch. Mit einem Schuss aus 25 Metern sorgte Vuskovic schon fünf Minuten nach der Jahn-Führung für den Ausgleich.

Angetrieben von Mittelfeldspieler Ludovit Reis, dessen Vertragsverlängerung bis 2026 wenige Stunden vor dem Spiel verkündet worden war, erspielten sich die Hanseaten mit zunehmender Spieldauer ein immer größeres Übergewicht. Glatzel (25.) und der stark verbesserte Sonny Kittel (36.) verpassten die Führung. Zudem hielt Regensburgs Torwart Kirschbaum überragend - nicht nur wegen des abgewehrten Foulelfmeters. Beim Pfostenschuss durch Laszlo Benes (66.) wäre Kirschbaum aber chancenlos gewesen.

Der nach der Pause auffällige Benes (60.) hatte kurz zuvor für eine spektakuläre Szene gesorgt: Nach einer Flanke traf er den Ball flach in der Luft liegend mit der Hacke - in sogenannter Skorpion-Manier. Doch der Ball flog über das Regensburger Tor. In der Schlussphase belohnten sich die Hamburger dann für ihre Bemühungen.

© dpa
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