FC St. Pauli: Keine Tore, kaum Punkte, wenig Selbstvertrauen

Der FC St. Pauli trifft das Tor nicht mehr. Gegen Holstein Kiel fehlt mehr als nur ein Vollstrecker. Es fehlt an Selbstbewusstsein. Die Winterpause ist dringend nötig.
Sankt Paulis Connor Metcalfe und Kiels Steven Skrzybski (r) im Kampf um den Ball. © Christian Charisius/dpa

Waren das noch Zeiten: Guido Burgstaller 18 Tore, Daniel-Kofi Kyereh zwölf Tore, Simon Makienok sechs Tore. Das Trio erzielte in der vergangenen Saison 59 Prozent aller Treffer des FC St. Pauli. Die Hamburger spielten um den Aufstieg in die Bundesliga, verpassten ihn knapp als Fünfter. Jetzt haben sie keinen Burgstaller mehr, auch keinen Kyereh oder Makienok. Kyereh (jetzt SC Freiburg) und Burgstaller (jetzt Rapid Wien) waren nicht zu halten. Dafür hat der Verein rund fünf Millionen Euro mehr auf dem Konto, aber jede Menge Probleme. Der Kampf um den Klassenverbleib geht jetzt richtig los.

In der Vorsaison war St. Pauli nach 16 Spieltagen Tabellenerster mit 35 Punkten, hatte 36 Tore auf dem Konto. Zum gleichen Zeitpunkt der laufenden Spielzeit sitzen die Hamburger Rücken an Rücken mit anderen Abstiegskandidaten im Tabellenkeller, haben 16 Punkte und 19 Tore. Besonders misslich: Der Einbruch war vorhersehbar.

In der langen WM-Pause werden die Hamburger mit großer Wahrscheinlichkeit personell aufrüsten. Ein Torjäger soll her, vielleicht noch ein weiterer Stürmer. Das Problem: In der Winterpause kriegt ein Verein jene Spieler, die er braucht, eher nicht. Manche Trainer und Sportchefs lehnen Wintertransfers grundsätzlich ab.

«Der Kopf spielt eine Rolle, je länger die Situation dauert», sagt Leart Paqarada, dessen Team nur einen Sieg in zwölf Spielen einfuhr. Bange ist ihm aber nicht: «Irgendwann platzt der Knoten, dann fallen auch wieder Tore», meint er. In den jüngsten vier Partien gab es keinen Sieg und nur ein Tor.

Das 0:0 in einem schwachen Spiel gegen Holstein Kiel brachte wenigstens einen Punkt ein. «Trotzdem sind wir nicht glücklich darüber, dass wir kein Tor schießen», grantelt Jackson Irvine. Sein Mittelfeldkollege Marcel Hartel sehnt sich schon nach der WM-Pause. «Jetzt haben wir noch ein letztes Hinrundenspiel in Karlsruhe. Da wollen wir den Fans noch mal drei Punkte schenken und gerade auswärts die Negativserie umstoßen. Danach können wir regenerieren, den Kopf freibekommen und dann gestärkt zurückkommen.» Mit neuen Stürmern?

© dpa
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