Ex-Hamburger Hennings schießt St. Pauli tiefer in den Keller

Beim FC St. Pauli ist der Wurm drin. Wieder kein Sieg trotz guter Leistung. Nach der Niederlage in Düsseldorf gehts weiter bergab in der Tabelle
Düsseldorfs Rouwen Hennings (l) und Eric Smith von St. Pauli kämpfen um den Ball. © Roland Weihrauch/dpa

Das Auswärtstrauma hält an: Der FC St. Pauli hat am Samstag in der 2. Fußball-Bundesliga bei Fortuna Düsseldorf mit 0:1 (0:1) verloren und ist saisonübergreifend seit dem 26. Februar dieses Jahres ohne Sieg auf des Gegners Platz. Die Mannschaft von Trainer Timo Schultz hat von den vergangenen elf Partien nur eine gewonnen und kommt immer mehr in Schwierigkeiten. Die Hamburger mussten eine knappe halbe Stunde mit zehn Spielern auskommen. Abwehrspieler Betim Faziliji hatte nach einem Kopfstoß gegen Dawid Kownacki die Rote Karte (69.) gesehen.

Besonders bitter: Rouwen Hennings, der einst 77 Zweitliga-Spiele für den FC St. Pauli bestritten und dabei zwölf Tore erzielt hatte, sorgte für den Düsseldorfer Siegtreffer (16. Minute). Mit einem satten Linksschuss ins linke Eck ließ er St. Paulis Schlussmann Nikola Vasilj keine Chance. Es war der erste Startelf-Einsatz für den gebürtigen Bad Oldesloer in dieser Saison und sein achtes Tor gegen St. Pauli. Seinen Einsatz hatte St. Paulis Trainer Schultz gefürchtet, weil der Fußball häufig diese emotionalen Geschichten schreibt.

«Ich weiß auch nicht, warum es gegen Pauli so gut läuft», sagte Hennings bei Sky. «Ich glaube, dass sie von der Spielanlage deutlich besser sind als der Tabellenplatz, aber die Liga ist so ausgeglichen.»

Die Hamburger lieferten eine gute Vorstellung ab und hatten einige Möglichkeiten zum Ausgleich, es fehlten jedoch Präzision und Kaltschnäuzigkeit vor dem Kasten der Düsseldorfer (Amenyido, Hartel, Otto). Auf der Gegenseite zeigte sich Vasilj auf dem Posten und zeichnete sich einige Male aus. «Mich kotzt es ein Stück weit an», schimpfte der eingewechselte David Otto, dessen Mannschaft in den vergangenen Wochen häufig für ihr Spiel gelobt worden war, aber mit leeren Händen dastand. «Wenn du keine Tore schießt, kannst du nicht gewinnen», sagte der Stürmer.

Trotz Unterzahl drehte der FC St. Pauli in den letzten 15 Minuten auf, brachte mehr Offensivkräfte und drückte aufs Fortuna-Tor. Doch wie in den vorangegangenen Partien: Den Hamburgern fehlen im Abschluss Sicherheit und Selbstvertrauen. Auch der in der Nachspielzeit in den gegnerischen Strafraum aufgerückte Torhüter Vasilj und die berüchtigte Brechstange brachten nichts ein.

St. Pauli ist zunächst auf Platz 14 zurückgefallen, kann aber nach den Sonntagsspielen noch mehr Boden einbüßen und immer tiefer in den Abstiegsstrudel geraten. 

© dpa
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