0:2 in Regensburg: FC St. Pauli rutscht in der Tabelle ab

Der Abwärtstrend beim FC St. Pauli hält an. Nach dem 0:2 bei Jahn Regensburg sind die Kiezkicker nun schon seit fünf Partien ohne Sieg in der 2. Fußball-Bundesliga. Trainer Schultz muss die Punktspielpause für den Umschwung nutzen.
Regensburgs Christian Viet mit dem Ball am Strafraum. © Sven Beyrich/dpa

Für den FC St. Pauli wird die Lage in der 2. Fußball-Bundesliga allmählich ungemütlich. Nach der frustrierenden 0:2 (0:2)-Niederlage beim SSV Jahn Regensburg sind die Norddeutschen nun schon seit fünf Spielen sieglos und rutschten in der Tabelle auf Platz zwölf ab. «Leider müssen wir wieder mal der Heimmannschaft gratulieren. Wir haben es wieder mal nicht geschafft, auswärts unsere Leistung auf den Platz zu bringen», stellte Trainer Timo Schultz frustriert fest. «Jahn Regensburg war verdienter Sieger heute.»

Vor 12 124 Zuschauern erzielte Andreas Albers (8. Minute/Foulelfmeter, 41.) am Sonntag beide Tore für die Gastgeber, die ihrerseits nach sechs Spielen ohne Sieg und Tor ihre Pleitenserie beendeten und in der Tabelle an den Kiezkickern vorbeizogen. «Es war zu wenig von uns. Vor allem am Anfang. Es kann nicht sein, dass wir uns erst einmal zwei Tore fangen müssen, um Gas zu geben», sagte Abwehrspieler Luca Zander selbstkritisch.

Die Partie hätte für St. Pauli kaum unglücklicher beginnen können. Erst traf Kapitän Leart Paqarada mit einem Freistoß den Pfosten, Johannes Eggesteins Nachschuss klärte der Ex-St. Paulianer Christian Viet kurz vor der Linie (3.). Kurz darauf kam Viet gegen den in die Startelf gerückten Betim Fazliji ins Straucheln.

Nach Intervention des Videoreferees entschied Schiedsrichter Nicolas Winter (Hagenbach) auf Elfmeter, mit dem Albers die 548-minütige SSV-Torflaute beendete. «Der Elfmeter ist strittig. So wie ich es wahrgenommen habe, muss man den nicht geben», monierte Stürmer Etienne Amenyido.

Nach dieser harten Entscheidung bekamen die Gastgeber kurzzeitig Oberwasser, doch nach 20 Minuten übernahmen die Hanseaten wieder das Kommando. Eggestein (23.) wurde im letzten Moment von Ex-St.-Pauli-Keeper Dejan Stojanovic gestoppt, Sturmpartner Amenyido verzog freistehend (31.). Der Jahn fand offensiv in dieser Phase gar nicht statt, war aber effizient, als die gesamte St.-Pauli-Abwehr erneut Albers ungestört einköpfen ließ.

Nach dem Wechsel brachte Trainer Schultz in Connor Metcalfe und Igor Matanovic frische Kräfte, die für den Umschwung sorgen sollten. Doch es blieb dabei: Die Hamburger hatten im Match fast 70 Prozent Ballbesitz und auch deutlich mehr Torschüsse (13:7) vorzuweisen, waren in der Offensive aber nicht zwingend genug. Schultz muss nun die wegen Länderspielen anstehende Punktspielpause in der Liga nutzen, um den Trend zu stoppen.

© dpa
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