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«Zerreißprobe» in Neuer Nationalgalerie beginnt

«Jeder Kratzer zerstört die Radikalität.» Museumsvize Joachim Jäger schaut angespannt. In der Berliner Nationalgalerie wird ein sechs Meter langes Gemälde durch sehr schmale Türöffnungen transportiert. Team-Arbeit ist am Montag gefragt, als «Who is Afraid of Red, Yellow and Blue IV» des US-amerikanischen Künstlers Barnett Newman (1905-1970) für die kommende Dauerausstellung installiert wird. Das 1969/1970 entstandene Bild aus riesigen roten, blauen und gelben Farbflächen ist Teil der neuen Sammlungspräsentation «Zerreißprobe», die am 18. November eröffnet wird.
Neue Nationalgalerie
Blick auf die Neue Nationalgalerie in Berlin. © Christophe Gateau/dpa

Das radikal abstrakte Gemälde sorgte bereits in den 80er Jahren für Aufregung im ikonischen Museumsbau von Ludwig Mies van der Rohe (1886-1969). Der Förderkreis der Nationalgalerie erwarb das Kunstwerk für 1,2 Millionen Dollar (damals rund 2,7 Millionen Mark). Der als zu hoch kritisierte Preis sorgte für riesige Aufregung und sogar Drohungen gegen das Team des Museum.

Die Turbulenzen gipfelten in einer direkten Attacke. Ein junger Mann schlich sich 1982 kurz nach Erwerb des Bildes in die Räume der Nationalgalerie und schlug mit einem Teil der Absperrung auf das Gemälde ein. Die Restauration zog sich, erst 1984 wurde das Bild wieder ausgestellt.

Die neue Sammlungspräsentation «Zerreißprobe. Kunst zwischen Politik und Gesellschaft» zeigt Werke aus den Jahren von 1945 bis 2000. Eingeteilt in 14 Kapitel setzt sich die Ausstellung mit zentralen künstlerischen und gesellschaftlichen Themen des 20. Jahrhunderts auseinander, darunter Politik und Gesellschaft, Identität oder Natur aber auch Alltag und Pop.

Teilung und Zerrissenheit der Zeit werden in einem Raum besonders deutlich. Dort finden sich unter anderem Kunstwerke mit DDR-Bezug, am Montag wurde auch eine mehr als 300 Kilogramm schwere Büste des deutschen Philosophen Karl Marx von Bildhauer Heinrich Drake (1881-1970) aufgestellt.

Die Ausstellung läuft bis September 2025. In der Neuen Nationalgalerie hängen dann nur etwa 15 Prozent der Sammlung dieser Zeit, für mehr fehlt der Platz. Deswegen entsteht nebenan das Museum des 20. Jahrhunderts. Das etwa 450 Millionen Euro teure Projekt soll 2027 fertig sein.

© dpa
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