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Wolfsabschuss: Ergebnis für Neuregelung im Januar erwartet

Um den Wolf gibt es nach zunehmenden Schafsrissen Dauerstreit. Zumindest die Länder einigten sich auf eine Neuregelung und wollen Schnellabschüsse möglich machen. Aber wie einfach wird die Umsetzung? Der Agrarminister rechnet mit einem zügigen Ergebnis.
Axel Vogel
Agrarminister Axel Vogel (Brandenburg). © Michael Bahlo/dpa

Brandenburg erwartet in Abstimmung mit anderen Bundesländern im Januar mehr Klarheit zur Umsetzung der Regelungen für einen schnelleren Wolfsabschuss. Agrarminister Axel Vogel (Grüne) sagte am Mittwoch im Landtag, die Länder müssten jetzt Gebiete mit erhöhtem Rissgeschehen definieren, zumutbarer Herdenschutz müsse noch deutlicher bestimmt werden. Die Länder mit den meisten Wölfen wollten sich dazu abstimmen, eine erste Sitzung habe es bereits gegeben. «Ich bin zuversichtlich, dass wir bis zum Januar zu einem Ergebnis kommen.»

Minister Vogel kündigte an, er wolle dann mit Landnutzer - und Naturschutzverbänden besprechen, wie praxistauglich die Regelungen seien. Er betonte mit Blick auf den Herdenschutz mit elektrischen Zäunen auch: «Wir können und wollen nicht die gesamte Landschaft verdrahten.»

Die Umweltminister von Bund und Länder verständigen sich angesichts einer gestiegenen Zahl an Weidtier-Rissen sowie Protesten von Nutztierhaltern und Landwirten auf ein schnelleres Töten einzelner Wölfe. Bauern und Jäger geht die Regelung, die Anfang Dezember bei der Umweltministerkonferenz vereinbart wurde, nicht weit genug.

Nach dem Länderbeschluss soll in Gebieten mit einem erhöhten Rissaufkommen bereits nach dem erstmaligen Überwinden des zumutbaren Herdenschutzes und dem Riss von Weidetieren eine Abschussgenehmigung möglich sein. Eine Änderung ist zudem, dass nicht erst eine DNA-Analyse abgewartet werden muss. Die Gebiete mit erhöhtem Rissgeschehen müssen die Länder nun erst einmal festlegen. Die Wolfverordnung muss geändert werden.

Der Wolf ist in Deutschland streng geschützt. Die meisten Wolfsrudel leben in Brandenburg (52), gefolgt von Niedersachsen (39) und Sachsen (38).

© dpa
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