Schüle: Hochschulen können bei Ukraine-Wiederaufbau helfen

Geflüchtete Studierende aus der Ukraine erhalten Zugang zu Hochschulen in Brandenburg. Dabei soll es auch darum gehen, dass das osteuropäische Land nicht die besten Köpfe verliert.
Manja Schüle (SPD), Wissenschaftsministerin von Brandenburg. © Annette Riedl/dpa/Archivbild

Brandenburgische Hochschulen können mit ihrem Engagement für geflüchtete Studierende auch einen Wiederaufbau der Ukraine unterstützen. Das sagte Wissenschaftsministerin Manja Schüle (SPD) der Deutschen Presse-Agentur in Potsdam. Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine dürfe nicht zu einer dauerhaften Abwanderung von Akademikern führen. «Wir wollen kein Brain Drain, sondern dass die ausgebildeten Menschen wieder zurückkehren können», sagte Schüle. «Wir brauchen die europäische Integration der Ukraine. Und wenn es in Deutschland eine Uni gibt, die von ihrer Ausrichtung und von ihrem Profil dazu prädestiniert ist, diesen Prozess zu unterstützen, dann ist es die Viadrina.»

An den Hochschulen in Brandenburg studieren in diesem Wintersemester rund 500 Ukrainerinnen und Ukrainer - und vor allem die Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) pflegt nach wie vor einen engen Wissensaustausch. Die Zahl der Studierenden aus der Ukraine sei an der Hochschule zum Wintersemester auf 173 gestiegen, sagte eine Sprecherin der Viadrina. Im vorherigen Wintersemester lag die Zahl bei 132.

An der Vidarina sei etwa das Projekt «Ukraine digital» gestartet, das vom Deutschen Akademischen Auslandsdienst (DAAD) gefördert werde. Laut DAAD sollen deutsche Hochschulen ihre ukrainischen Hochschulpartner dabei unterstützen, ihr digitales Lehrangebot aufrechtzuerhalten. Gleichzeitig soll mit dem Programm geflüchteten Studierenden eine virtuelle Plattform geboten werden, damit sie ihr Studium in der Ukraine fortsetzen und beenden können. Die Sprecherin der Europa-Universität sagte, es gehe auch darum, dass Studierende einen Weg zurück in den Arbeitsmarkt ihrer Heimat finden.

Neben der Viadrina sind laut Ministerium vor allem auch an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg Studierende aus der Ukraine eingeschrieben. Zudem gebe es mehr als 60 aus der Ukraine stammende Beschäftigte an den brandenburgischen Hochschulen. Es lasse sich aber nicht mit Sicherheit sagen, wie viele der Studierenden und Beschäftigten bereits vor dem Beginn des Angriffskrieges im Februar in Deutschland und Brandenburg gewesen seien. Die Viadrina pflegte schon lange vor dem Ukraine-Krieg enge Beziehungen zur Ukraine und hat vier Partneruniversitäten in dem Land. In Frankfurt an der Oder gibt es laut Schüle auch einen der wenigen Ukrainistik-Lehrstühle in Deutschland.

© dpa
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