Wenn Elefanten abtauchen: Es wird heiß in Berlin

Es ist heiß in Berlin. Der Deutsche Wetterdienst erwartet am Mittwoch Temperaturen über 36 Grad. Viele Menschen zieht es ins Freibad. Im Zoo tauchen selbst die Elefanten ab.
Ein Elefant wird in einem Berliner Zoo mit Wasser abgekühlt. © Paul Zinken/dpa

Angesichts der sehr hohen Temperaturen in Berlin und Brandenburg hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) für beide Länder amtliche Hitzewarnungen herausgegeben. Den Hitzehöhepunkt erwartet er am Mittwoch. Durch kräftigen Hochdruckeinfluss und heiße, trockene Luft über weiten Teilen Deutschlands ergebe sich eine starke Wärmebelastung für den menschlichen Körper, sagte Robert Noth vom DWD am Dienstag in Potsdam. Die Warnung gelte zunächst bis Mittwochabend. Am Mittwoch seien zwischen 36 und 39 Grad zu erwarten – vereinzelt und kurzzeitig könnten auch die 40 Grad geknackt werden.

Die Berliner Gewerkschaft der Polizei (GdP) kritisierte, dass zahlreiche Polizisten wegen etlicher Ampelausfälle bei der Sommerhitze den Verkehr regeln mussten. Die Polizeikollegen seien natürlich im Rahmen der Gefahrenabwehr für die Menschen in Berlin da. «Aber wir können nicht zeitgleich auf derart vielen regelungsbedürftigen Kreuzungen den Verkehr sichern», kritisierte GdP-Landeschef Stephan Weh. «Man sollte auch nicht vergessen, dass unsere Kollegen Menschen sind, die jetzt stundenlang in brütender Hitze auf dem Asphalt stehen.»

Weh forderte, das Land Berlin müsse endlich in Systeme investieren, die Hitze und Kälte standhalten - etwa in Kühlungsanlagen an den Ampeln. «Es kann nicht sein, dass im Jahr 2022 derart viele Lichtzeichenanlagen gleichzeitig ausfallen, weil draußen mal 35 Grad Celsius sind.» Eine Sprecherin der Berliner Polizei bestätigte, dass es stadtweite Ausfälle an Ampeln gegeben habe.

Bei der sommerlichen Hitze zieht es viele Menschen in Berlin ins Wasser. Die Berliner Bäderbetriebe meldeten einen großen Andrang in den Freibädern. Der Ansturm sei erwartungsgemäß auch wegen der Ferienzeit sehr groß, sagte Bäder-Sprecher Matthias Oloew am Dienstag. Dennoch gebe es bislang keine nennenswerten Schwierigkeiten in den Bädern – Aggressionen und Streitigkeiten wie zuletzt seien bislang nicht bekannt geworden.

Allerdings sei der Online-Ticketshop wie schon mehrfach an heißen Tagen dem großen Ansturm nicht gewachsen gewesen und bereits am Morgen wieder ausgefallen. Man arbeite unter Hochtouren daran, den Shop wieder in Gang zu bringen. Oloew empfahl insbesondere Familien in den kommenden Tagen sehr früh in die Bäder zu kommen – nicht erst gegen 11.00 Uhr.

Angesichts von Hitze und Trockenheit mahnt der Landesverband der Berliner Kleingärtner, Wasser in Haushalt und Garten besonders zielgerichtet und sparsam einzusetzen. «Wir müssen uns in unseren Gewohnheiten umstellen - weg vom Flächenwässern im Garten, um unnötige Verdunstung zu vermeiden», empfahl Gert Schoppa, Präsident der Berliner Gartenfreunde.

Ob gefrorene Snacks, Sand- oder Wasserduschen: Im Berliner Zoo finden die Tiere trotz heißer Temperaturen weit über 30 Grad Abkühlung. So bereiteten Tierpfleger angesichts der Hitze am Dienstag diverse Eisbomben mit gefrorenen Leckereien zur Erfrischung und Beschäftigung vor. Die Seelöwen vergnügten sich beispielsweise mit einer fischigen Eisbombe, während die Asiatischen Elefanten eine kühlende Wasser-Dusche genossen.

Eine Zoosprecherin verwies darauf, dass die meisten Tiere in Zoo und Tierpark generell gut mit den heißen Temperaturen zurechtkämen – schließlich stammten etwa Giraffen, Elefanten, Wasserbüffel, Flusspferde, Löwen, Gorillas, Nashörner und viele andere Tierarten ursprünglich ohnehin aus wärmeren Gefilden.

Viele Tiere machten auch gerne eine «Siesta» im Schatten. Die Asiatischen Elefanten kühlten sich gerne auch mit Sandduschen ab. Die grauen Riesen trinken demnach bis zu 150 Liter am Tag und tauchen auch gerne mal komplett im Badebecken ab, wobei sie ihren Rüssel als Schnorchel nutzen.

© dpa
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