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Weitere Zeugen: Bushido-Prozess geht in die nächste Runde

Die juristische Auseinandersetzung zwischen Bushido und seinem ehemaligen Geschäftspartner nimmt so schnell kein Ende. In einem Zivilprozess will das Oberlandesgericht in Brandenburg nun weitere Zeugen hören.
Bushido
Rapper Bushido sitzt im Oberlandesgericht. © Joerg Carstensen/dpa/Archiv

Das Oberlandesgericht in Brandenburg (Havel) will im Zivilprozess zwischen dem Rapper Bushido und seinem ehemaligen Geschäftspartner weitere Zeugen hören. «Drei Zeugen sollen vernommen werden zur Frage der Verwendung von aus der Gesellschaft entnommenen Geldern», erklärte eine Sprecherin des Gerichts am Mittwoch. Der nächste Termin zur Beweisaufnahme sei demnach der 27. März kommenden Jahres.

Bushido und Arafat A.-Ch. streiten vor dem OLG um sieben Häuser, die beide Männer gemeinsam im brandenburgischen Rüdersdorf erworben hatten. Hinter dem Kauf steht eine gemeinsame Unternehmung und ein Gesellschaftsvermögen. Nun wollen sich die beiden geschäftlich trennen. Im Prozess soll geklärt werden, wer die Häuser behält und welche Ausgleichszahlungen an den jeweils anderen zu leisten sind.

Arafat A.-Ch. hatte vor Gericht behauptet, einen Betrag von 180 000 Euro vom Konto der gemeinsamen Gesellschaft entnommen und damit Rechnungen für ein damals gemeinsames Grundstück beglichen zu haben. Bushido widerspricht dem. Zwei der Zeugen sollen sich nun zu der Behauptung des ehemaligen Geschäftspartners äußern, wie die Sprecherin des Gerichts erklärte. Ein weiterer Zeuge soll zur Behauptung Arafat A.-Ch. Stellung nehmen, er habe verschiedene Rechnungen für Arbeiten an dem Grundstück beglichen.

Im Prozess waren verschiedene Entnahmen aus dem Gesellschaftsvermögen der gemeinsamen Unternehmung zur Sprache gekommen. Bushido sagt, Arafat A.-Ch. habe die Gelder an ihm vorbei für eigene Zwecke genutzt. Die Gegenseite behauptet, damit auch Kosten für Bushido beglichen zu haben.

Die beiden Männer waren jahrelang eng miteinander verbunden. Arafat war Trauzeuge auf Bushidos Hochzeit. Sie kauften sich gemeinsam ein Grundstück bei Berlin, um dort mit den Familien zusammenzuziehen. Wirtschaftlich ließ sich Bushido von ihm als Manager vertreten. Gemeinsame Bauprojekte wurden nach Angaben Bushidos aus Bargeld-Beständen bezahlt. Dann kam der Bruch, gegenseitige Beleidigungen und mehrere Verfahren vor verschiedenen Gerichten.

So beschäftigen das Ende der Männerfreundschaft und die nachfolgenden Streitigkeiten seit Jahren die Justiz. Vor dem Landgericht in Berlin begann am 17. August 2020 ein Strafprozess gegen Arafat A.-Ch. und drei seiner mitangeklagten Brüder. Die Staatsanwaltschaft wirft den Angeklagten unter anderem Freiheitsberaubung, versuchte schwere räuberische Erpressung, Nötigung, gefährliche Körperverletzung, Beleidigung und Untreue vor. Zuletzt bekam der Rapper in einem Zivilprozess gegen seinen Ex-Geschäftspartner um eine Millionensumme recht. Der Ex-Weggefährte muss Bushido knapp 1,8 Millionen Euro plus Zinsen erstatten.

© dpa
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