Schmidt: Schnelle Anschlusslösung für 9-Euro-Ticket

Die hohe Nachfrage nach dem 9-Euro-Ticket erfordert aus Sicht der Grünen in Brandenburg eine lückenlose Anschlusslösung mit einem dauerhaft günstigen bundesweiten Nahverkehrsticket. «Da darf nicht auf eine Evaluierung im November gewartet werden. Ein solches Ticket ist finanzierbar, etwa über den Abbau klimaschädlicher Subventionen, allen voran des Dienstwagenprivilegs. Das ist gerecht und gut fürs Klima», sagte die grüne Landesvorsitzende Julia Schmidt der Deutschen Presse-Agentur.
Julia Schmidt (Grüne) spricht. © Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Seit dem Verkaufsstart Ende Mai bis einschließlich heute sind dem Verband Deutscher Verkehrsunternehmen zufolge bundesweit 38 Millionen 9-Euro-Tickets verkauft worden. Hinzu kamen den Angaben nach die jeweils etwa zehn Millionen Abonnenten, die monatlich das vergünstigte Ticket automatisch erhalten.

Die große Nachfrage nach dem Ticket hat für die grüne Landeschefin zwei Erkenntnisse gebracht. Einerseits nutzten die Menschen das Angebot, wenn es kostengünstig sei. «Was die vergangenen Monate in Brandenburg aber auch gezeigt haben: Aller kostengünstiger Nahverkehr nutzt nichts, wenn kein Zug fährt und kein Bus. Wir müssen Busse und Bahnen also schneller ausbauen.»

Diskutiert wird über Anschlussangebote für die 9-Euro-Tickets, um Fahrgäste von Energiekosten zu entlasten und Anreize fürs Umsteigen in den ÖPNV zu erhalten. Unter anderem gibt es Vorschläge für ein 365-Euro-Jahresticket und Monatstickets für 29 oder 69 Euro.

Das Brandenburger Verkehrsministerium hat vom Bund mehr Unterstützung für den Schienennahverkehr gefordert. Verkehrsstaatssekretär Rainer Genilke (CDU) hatte zu einem möglichen Folgeangebot für die 9-Euro-Tickets erklärt: «Klar ist: Wer bestellt, bezahlt. Der Bund muss sich dazu bekennen, auch ein Nachfolgeangebot zu finanzieren.»

© dpa
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