Erneut Aktionen von Klimademonstranten: A100 betroffen

Klimademonstranten haben in Berlin erneut im Berufsverkehr für Behinderungen gesorgt. Die Berliner Stadtautobahn A100 war betroffen, wie eine Polizeisprecherin am Freitag sagte. An der Abfahrt Kaiserdamm sowie am Innsbrucker Platz hätten sich jeweils zwei Menschen an eine Schilderbrücke geklebt. Dort kam es zu teils langen Staus, laut Polizei konnten die Strecken erst am frühen Nachmittag wieder komplett freigegeben werden. Weitere Aktionen gab es an der Torstraße/Ecke Schönhauser Allee sowie Landsberger Allee/Ecke Danziger Straße und an zwei Stellen auf dem Mehringdamm.
Zahlreiche Autos fahren über die Stadtautobahn A100. © Monika Skolimowska/dpa/Symbolbild

Nach Angaben der Polizeisprecherin waren insgesamt mindestens 25 Menschen beteiligt. Die Klimaschutz-Protestgruppe «Letzte Generation» sprach in einer Mitteilung «von weiteren Aktionen «auf mehreren Schilderbrücken»». Zudem liefen Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Plakaten entlang der «gestauten Autoreihen», wie es hieß.

Die Klimaschutz-Protestgruppe «Letzte Generation» hat zuletzt fast täglich mit Blockaden für erhebliche Behinderungen auf Berlins Straßen gesorgt. In den vergangenen Monaten hatte die Polizei viele Autobahnausfahrten im Visier und einige Blockaden verhindert. Vermutlich deswegen konzentrieren sich die Demonstranten nun verstärkt auf große Kreuzungen in der Stadt.

Zuletzt sorgten Attacken auf Kunstwerke für Schlagzeilen - und Empörung. So hatten etwa Aktivisten am vergangenen Sonntag im Potsdamer Museum Barberini Kartoffelbrei gegen das mit Glas geschützte Gemälde «Getreideschober» (1890) des französischen Impressionisten Claude Monet gespritzt und entschlossenere Maßnahmen gegen den Klimawandel gefordert.

Nach Angaben der Berliner Polizei gab es seit 24. Januar in der Hauptstadt bislang rund 240 Aktionen von Klimademonstranten. Müssen Polizistinnen und Polizisten angeklebte Aktivisten von der Straße ablösen, sollen diese in bestimmten Fällen dafür zahlen. Die rechtlichen Anforderungen dafür seien aber in der Praxis hoch, erklärte eine Sprecherin. Es müsse eine gewisse Gefährdungslage vorliegen - etwa, wenn ein Krankenwagen nicht durchkomme. 408 solcher Verfahren seien bis zum 21. Oktober in Bearbeitung gewesen, teilte die Polizeisprecherin mit. 102 Bescheide seien bislang erlassen worden. In diesen Fällen habe die Gebühr jeweils 241 Euro betragen, so die Sprecherin. Zuvor hatte die «Berliner Morgenpost» berichtet.

© dpa
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