Bericht zu Potsdamer Rabbinerschule soll bald vorliegen

Das Abraham Geiger Kolleg zur Ausbildung von Rabbinern in Potsdam sieht sich seit mehreren Monaten mit Vorwürfen sexualisierter Belästigung konfrontiert. An mehreren Stellen läuft die Aufklärung - bald werden erste Ergebnisse erwartet.
Das Abraham Geiger Kolleg. © Soeren Stache/dpa/Archivbild

Die ersten Untersuchungsergebnisse zu Vorwürfen der sexualisierten Belästigung und des Machtmissbrauchs an der Potsdamer Rabbinerschule Abraham Geiger Kolleg sollen bald veröffentlicht werden. Sprecherin Silke Engel sagte, der Abschlussbericht der Untersuchungskommission werde in wenigen Wochen vorliegen. Dazu sei für Ende September oder Anfang Oktober eine Pressekonferenz geplant.

Eine Untersuchung im Auftrag des Zentralrats der Juden läuft noch. Ein Sprecher sagte, die Rechtsanwaltskanzlei Gercke Wollschläger habe die Gespräche für die Untersuchung noch nicht abgeschlossen. «Mit dem fertigen Bericht rechnen wir um den Jahreswechsel.»

Die Vorwürfe der sexualisierten Belästigung durch einen Dozenten wurden im Mai in einem Bericht der «Welt» öffentlich. Die Geschäftsführung des Kollegs räumte ein, dass es bereits im Dezember 2020 und dann im Februar 2022 solche Vorwürfe gab.

Außerdem geht es um den Vorwurf des Machtmissbrauchs. Der Gründer und Rektor des Kollegs, Walter Homolka, lässt derzeit seine Ämter ruhen. Homolka war Rektor des Kollegs, Vizedirektor der School of Jewish Theology und Vorsitzender der Leo Baeck Foundation. Er äußerte sich bisher nicht zu den Vorwürfen.

Die Interimsdirektorin Gabriele Thöne hat bereits Konsequenzen angekündigt. Sie plant, dass die Verantwortung an dem Kolleg künftig breiter verteilt wird. Die Gespräche dort laufen noch, das Vorhaben der Neustrukturierung ist ebenfalls noch in Arbeit.

Am Abraham Geiger Kolleg werden seit 1999 Rabbiner für jüdische Gemeinden ausgebildet. Das Institut für Jüdische Theologie ist Teil der Universität Potsdam. Zu den bisherigen Förderern und Unterstützern des Kollegs - einer gemeinnützigen GmbH - gehören unter anderem das Bundesbildungsministerium, die Kultusministerkonferenz, das Land Brandenburg und der Zentralrat der Juden in Deutschland.

© dpa
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