Berlin will Drehgenehmigungen schneller möglich machen

Filmemacher müssen in Berlin oft viel telefonieren, bevor sie eine Drehgenehmigung bekommen. Das soll künftig anders werden, verspricht die Regierende Bürgermeisterin.
Franziska Giffey (SPD), Regierende Bürgermeisterin von Berlin, spricht. © Christophe Gateau/dpa

Filmemacher sollen in Berlin leichter als bisher an Drehgenehmigungen kommen. Das versicherte die Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) am Donnerstag bei einem gemeinsamen Termin mit dem Medienboard Berlin-Brandenburg (MBB). Sie sollen sich künftig an eine zentralen Anlaufstelle wenden können. Bisher sei es so, dass es für sie oft etliche Ansprechpartner gebe, die Verfahren in den zwölf Berliner Bezirken seien außerdem unterschiedlich, räumte Giffey ein.

«Wir haben das im Haushalt verankert», sagte die SPD-Politikerin. «Wir werden dieses Jahr mit den Vorbereitungen anfangen und nächstes Jahr das Ganze ins Werk setzen.» Für 2023 seien dafür 1,65 Millionen Euro im Haushalt vorgesehen.

Es gehe auch darum, die Drehgenehmigungen zu beschleunigen. Manchmal seien wenige Tage entscheidend. «Und deswegen ist für uns diese Reaktionsschnelligkeit in Berlin auch ein Standortfaktor», so die Regierende Bürgermeisterin. «Die Konkurrenz schläft nicht.»

Und die Konkurrenz ist nicht weit weg. MBB-Geschäftsführerin Kirsten Niehuus nannte Budapest und Prag, die auch von der jeweiligen staatlichen Filmförderung profitierten. Giffey wies darauf hin, dass Berlin seinen Beitrag leiste: Die Film- und Medienförderung sei in diesem Jahr mit 17,2 Millionen Euro und im nächsten mit 17,9 Millionen Euro im gerade beschlossenen Landeshaushalt berücktsichtigt.

Aus Sicht der Regierenden Bürgermeisterin ist das auch wirtschaftlich vielversprechend: «Es wichtig, dass wir in den Film- und Medienstandort investieren. Jeder investierte Euro verfünffacht sich im Gewinn für die Region.» Berlin ist Deutschlands wichtigster Filmstandort. Nach MBB-Angaben gab es mit 6000 Drehtagen im vergangenen Jahr einen Rekordwert.

Giffey sagte, es gebe ein klares Bekenntnis zur Filmstadt Berlin. Dazu gehört auch, einen neuen Standort für die Deutsche Film- und Fernsehakademie zu sichern, die noch am Potsdamer Platz zu finden ist. Bis 2025 soll sie ins Berlin Decks am Friedrich-Krause-Ufer in Berlin-Moabit umziehen, sagte Giffey. Die Gespräche dazu liefen, der Mietvertrag müsse aber noch unterschrieben werden.

© dpa
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