Ministerium schätzt Fund toter Fische auf «etwa 36 Tonnen»

Im Zusammenhang mit der Umweltkatastrophe in der Oder schätzt das Bundesumweltministerium die Menge der bislang in Deutschland gefundenen toten Fische auf etwa 36 Tonnen. Das teilte das Ministerium von Steffi Lemke (Grüne) am Mittwoch in Berufung auf Angaben von Helfern und Landkreisen in Brandenburg mit. Zuvor hatte es noch keine offiziellen Angaben zur Dimension der bislang entdeckten toten Fische auf deutscher Seite gegeben. In Polen hatte beispielsweise die Feuerwehr mitgeteilt, bislang fast hundert Tonnen toter Fische aus der Oder und einem kleineren Fluss geborgen zu haben.
Ein toter und schon verwester Fisch wird von Helfern aus dem Wasser des Grenzflusses Westoder geborgen. © Patrick Pleul/dpa

Wie das Ministerium am Nachmittag weiter ausführte, ist die Ursache für das Fischsterben in Polen und Deutschland weiter unklar. Ein Zusammenwirken mehrerer Faktoren sei nicht auszuschließen. «Die Untersuchungen und Bewertung von Wasserproben und Fischen laufen noch. Das Landesumweltamt Brandenburg wird dabei durch das Umweltbundesamt und die Bundesanstalt für Gewässerkunde mit unterstützt», sagte eine Sprecherin der dpa. Weitere Untersuchungsergebnisse würden für die kommende Tage erwartet.

Die Untersuchungen seien technisch sehr anspruchsvoll, weil «in alle denkbaren Richtungen hin untersucht werden» müsse, hieß es. Auch der Vermutung, dass eine giftige Algenblüte - also eine massenhafte Vermehrung von Algen in einem Gewässer - für das Fischsterben verantwortlich sein könnte, werde derzeit nachgegangen. Das würde aber der Sprecherin zufolge nicht den hohen Salzgehalt erklären, der in der Oder nachgewiesen wurde.

Die deutsch-polnischen Behörden seien weiterhin in einem engen Austausch, um die Ursachen für die Katastrophe zu klären, hieß es weiter.

Seit vergangenem Dienstag ist das massive Fischsterben in der Oder auf deutscher Seite bekannt. In Polen hatte es dagegen bereits Ende Juli erste Hinweise auf Fischkadaver in dem Grenzfluss gegeben. Die deutschen Behörden werfen der polnischen Seite vor, sie zu spät informiert und damit die Suche nach der Ursache erschwert zu haben.

© dpa
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