Deutsch-Polnische Taskforce für Maßnahmen gegen Fischsterben

Mit einer gemeinsamen Taskforce wollen Deutschland und Polen dem massiven Fischsterben im Grenzfluss Oder entgegentreten. Experten beider Länder sollen in einem engen Austausch Ursachen ermitteln und die erforderlichen Maßnahmen erarbeiten, wie das Bundesumweltministerium nach einem Treffen von Regierungsvertretern am Montag mitteilte. Den Angaben zufolge laufen derzeit mit Unterstützung der Bundesbehörden die Untersuchungen von Wasserproben und Fischen in Brandenburg. Konkretere Ergebnisse werden Anfang dieser Woche erwartet - möglicherweise bereits bis Dienstag, wie ein Sprecher des Bundesumweltministeriums am Montag erklärte.
Möwen sind im Wasser des deutsch-polnischen Grenzflusses Oder zu sehen. © Patrick Pleul/dpa

An den Beratungen in Stettin hatten am Sonntagabend auf deutscher Seite Bundesumweltministerin Steffi Lemke, Brandenburgs Umweltminister Axel Vogel (beide Bündnis 90/Die Grünen) und sein Amtskollege aus Mecklenburg-Vorpommern, Till Backhaus (SPD), teilgenommen. Sie trafen sich mit der polnischen Umweltministerin Anna Moskwa und dem polnischen Infrastrukturminister Andrzej Adamczyk.

«Die Expertinnen und Experten arbeiten mit Hochdruck an den Analysen, um schnellstmöglich herauszufinden, welche Stoffe und Ursachen zum massenhaften Sterben der Fische und zur Schädigung der Oder geführt haben», sagte Lemke. «Das ist auch Voraussetzung, um die Verursacher schnellstmöglich finden zu können.»

Bislang gebe es noch keine Erkenntnisse dazu, was genau das Fischsterben in der Oder verursacht habe, erklärte das Bundesumweltministerium. Die Untersuchungen von Wasserproben und Fischen in Brandenburg liefen dazu noch. Aber «Quecksilber scheint nicht Auslöser für das Fischsterben zu sein», so das Ministerium. Die Umweltkatastrophe solle am 29. August auch Thema im deutsch-polnischen Umweltrat sein.

In Mecklenburg-Vorpommern seien noch keine Fischkadaver gesichtet worden, erklärte Backhaus. Im Stettiner Haff sollen aber weitere Proben genommen und untersucht werden.

© dpa
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