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Süßer Klassiker: Berliner Pfannkuchen als Silvester-Hit

Sie heißen Krapfen, Pfannkuchen oder auch Berliner: Gefüllte Hefeteilchen, die in Fett ausgebacken werden. Allein in Berlin gehen Silvester schätzungsweise wieder hunderttausende über Bäckertheken.
Pfannkuchen vom Berliner Sugarclan
Frisch gebackene und mit verschiedenen Cremes gefüllte Pfannkuchen liegen auf dem Verkaufstisch in der Berliner Sugarclan Gmbh. © Soeren Stache/dpa

Sie sind an Fasching und Silvester besonders beliebt: Pfannkuchen. «Es werden sicherlich viele hunderttausend Pfannkuchen von den Berliner Handwerksbäckereien gebacken und verkauft», schätzt Johannes Kamm, Geschäftsführer der Berliner Bäcker-Innung mit Blick auf Silvester. Die in Fett ausgebackenen und gefüllten Hefeteilchen hält er für eine gute Grundlage für eine lange Partynacht.

Berliner Pfannkuchen gibt es in vielen Varianten. Eine der wohl kreativsten Pfannkuchenbäckereien der Hauptstadt ist «Sugarclan» in Friedrichshain. Laut Inhaberin Britta Sarnes sind dort zwar die Klassiker mit Erdbeerkonfitüre oder Pflaumenmus die Hits. «Wir haben daneben aber auch leckere exotische Sorten wie Bratapfel-Cranberry oder Spekulatius-Orange», so Sarnes. Selbst Torten im Pfannkuchengewand wie Schwarzwälder Kirsch oder Frankfurter Kranz gibt es.

Pfannkuchen, Kräppel, Krapfen oder Berliner

Pfannkuchen sind nicht nur vielfältig, sondern tragen auch verschiedene Namen: «In Berlin ist es Pfannkuchen, in Hessen Kräppel oder Kreppel, in Bayern Krapfen, in Nord- und Westdeutschland Berliner», erläutert Meike Bennewitz vom Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks. Insgesamt dürften es mehr als 350 Millionen Krapfen sein, die jedes Jahr verkauft werden. Neben Silvester sei auch Karneval beziehungsweise Fasching eine besonders umsatzstarke Zeit. Wichtig ist das Gebäck auch für das KaDeWe. Da Silvester auf einen Sonntag fällt, öffnet das Kaufhaus seine Türen ausnahmsweise für einen Pfannkuchen-Verkauf im Erdgeschoss des Hauses. «Traditionell verkaufen wir 15 000 Stück am Silvestertag», heißt es dort. Die Geschichte des Berliner Pfannkuchens sei ausgesprochen multikulturell, denn er habe Wurzeln in verschiedenen deutschen und internationalen Regionen, sagt Martina Weinland aus dem Stadtmuseum Berlin. Einer Legende nach haben bereits die Makkabäer im 2. Jahrhundert v. Chr. beim Lichterfest in Öl gebratene «Sufganiot» gegessen. «Ein Gebäck aus süßem Hefeteig mit süßer Füllung, dem heutigen Berliner Pfannkuchen zum Verwechseln ähnlich», so Weiland. Dieses Pfannkuchenrezept habe sich dann erstmals wieder 1485 im Kochbuch «Die Küchenmeisterei» gefunden.

Für weitere Verbreitung habe unter anderem ein Bäcker aus Berlin 1756 gesorgt. Und hier zähle der «Pfannkuchen» nun schon seit über 250 Jahren zum traditionellen Begleiter beim Jahreswechsel und in der 5. Jahreszeit, dem Karneval, sagt Weinland.

Wie viele Kalorien ein Berliner hat, hängt von Größe und Füllung ab. Als Richtwert nennt das Bundeszentrum für Ernährung 320 Kilokalorien je 100 Gramm Gebäck. Wem das zu viel ist, ein Tipp der Ernährungsexperten: Die Pfannkuchen kann man statt im Fett auszubacken, auch im Ofen backen. Aber das typische Frittieraroma fehlt dann.

© dpa
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