Hunderttausende bei CSD-Parade am 23. Juli erwartet

Die Corona-Zahlen stiegen zwar seit Wochen wieder deutlich an, aber die Veranstalter von Partys und Demonstrationen wollen nach langer Pause nicht länger warten. Das gilt auch für den Christopher Street Day.
Tausende Menschen nehmen 2021 an der Parade des Christopher Street Day (CSD) in Berlin teil. © Jörg Carstensen/dpa/Archivbild

Mehrere hunderttausend Menschen werden am 23. Juli zu der großen CSD-Partyparade durch Berlin erwartet. Über den Tag verteilt rechne man mit 500.000 Teilnehmern, teilten die Veranstalter am Mittwoch mit. Die Parade zum Gedenktag Christopher Street Day (CSD) beginnt um 12.00 Uhr auf der Leipziger Straße. Der Zug mit zahlreichen großen Lautsprecherwagen führt Richtung Westen über den Potsdamer Platz bis zum Nollendorfplatz und dann nach Norden zum Großen Stern im Tiergarten und zum Brandenburger Tor. Das Motto lautet «United in Love. Gegen Hass, Krieg und Diskriminierung».

Am 23. Juli werden auch drei Regenbogenfahnen - Symbol der Schwulen, Lesben und Transsexuellen - am und auf dem Reichstagsgebäude wehen, dem Sitz des Bundestags. Eine Flagge soll auf einem Turm des Gebäudes gehisst werden, je eine weitere vor der Ost- und der Westseite. Erst im April hatte das Bundesinnenministerium offiziell die Genehmigung erteilt, dass die Regenbogenflagge zu bestimmten Anlässen vor Dienstgebäuden des Bundes gehisst werden darf.

In anderen Städten wurde der Christopher Street Day von der schwul-lesbischen Gemeinschaft bereits im Juni gefeiert. Im Juni 1969 stürmten Polizisten in New York eine Bar in der Christopher Street und lösten einen Aufstand von Schwulen, Lesben und Transsexuellen aus.

Die Reihe der Hauptveranstaltungen beginnt bereits an diesem Wochenende mit dem lesbisch-schwulen Straßenfest in Berlin-Schöneberg. Zwei Tage gibt es rund um die Motzstraße zahlreiche Bühnen mit Musik, Kleinkunst und Diskussionen, außerdem Info-Stände von Initiativen und Organisationen. Die meisten Kneipen und Bars beteiligen sich. Zehntausende Besucher werden erwartet. Das Motto lautet: «Gleiche Rechte für Ungleiche. Weltweit». Zwei Mal fiel die Veranstaltung wegen der Corona-Pandemie aus.

Neben den beiden großen Veranstaltungen sind auch viele kleinere Demonstrationen geplant, darunter Partys auf Schiffen in Friedrichshain mit dem Titel «CSD auf der Spree» (21. Juli), eine Lesben-Demonstration (22. Juli) und ein anarchistischer CSD in Kreuzberg (17. Juli).

© dpa
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