Probleme beim Start der Volksbefragung «Zensus 2022»

Beim Start der umfangreichen Haushaltsbefragung «Zensus 2022» hat es in Berlin und Brandenburg eine Reihe von Problemen gegeben. Unter anderem beschwerten sich viele Anrufer über Schwierigkeiten, bei der Telefon-Hotline durchzukommen. «Die werden in diesen Tagen behoben», versicherte die Leiterin des Projekts beim Statistischen Bundesamt, Katja Wilken, am Freitag im rbb24-Inforadio. «Es hat ein bisschen schleppend angefangen, es gab sehr viele Anfragen aufgrund der Anschreiben.» Start der ersten bundesweiten Volksbefragung nach mehr als zehn Jahren war am Montag vor einer Woche.
"Zensus 2022" steht auf einem Tablet, mit dem Erhebungsbeauftragte die Befragungen durchführen. © Daniel Karmann/dpa/Symbolbild

«Wir haben das Personal im Statistischen Landesamt in Berlin aufgestockt», sagte Wilken. Anrufer, die nicht durchgekommen seien, sollten noch einmal probieren, vielleicht mehrfach, empfahl die «Zensus 2022»-Leiterin. «Sie werden schon durchkommen.» Wilken räumte weitere Pannen ein. Zum Teil seien veraltete Anschriften genutzt oder Fragen zu Häusern und Grundstücken gestellt worden, die den Betreffenden gar nicht gehörten.

«Das Statistische Bundesamt und die Landesämter bekommen ihre Informationen, aufgrund derer sie die Bürger anschreiben, aus den kommunalen Meldeämtern, von den Grundsteuerinformationen oder aber auch aus den Kataster- und Liegenschaftsinformationen», erklärte Wilken. «Wenn diese nicht richtig sind, dann können solche Situationen eintreten, dass zum Beispiel Verstorbene angeschrieben werden oder auch Personen unter Adressen angeschrieben werden, deren Eigentümer sie nicht sind.» Die große Mehrheit der Daten sei aber aktuell.

In Brandenburg werden im Rahmen der Personenerhebung rund 400.000 Menschen befragt, in Berlin sind es etwa 300.000. Bundesweit sind es 10,3 Millionen. Für die Befragungen sind in Berlin rund 2000 und in Brandenburg rund 3000 sogenannte Erhebungsbeauftragte zuständig. Außerdem sollen in Berlin etwa 300.000 und in Brandenburg rund 650.000 Immobilieneigentümer im Rahmen einer Gebäude- und Wohnungszählung (GWZ) befragt werden.

© dpa
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