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«Sind in der Zukunft»: Grote will die Zweifel abstreifen

Nach dem Aus von Urs Fischer will Union mit einem Interimstrainerteam die Wende einleiten. Gegen Augsburg sollen die neue Ansprache und die Kulisse helfen. Trainer Grote denkt nicht darüber hinaus.
Training 1. FC Union Berlin
Union Berlins neues Trainer-Duo, Interimstrainer Marco Grote und Co-Trainerin Marie-Louise Eta leiten das Training. © Matthias Koch/dpa

Viel Zeit blieb Union Berlins Interimstrainer Marco Grote vor seinem ersten Spiel gegen den FC Augsburg nicht - Ticketwünsche aus dem Bekanntenkreis standen da nicht weit oben auf der Prioritätenliste. «Es kommt ein Kumpel aus Bremen und meine Frau. Das war es dann auch», sagte der 51-Jährige am Donnerstag vor dem Heimspiel des Tabellenletzten gegen die Augsburger am Samstag (15.30 Uhr/Sky).

Mit seiner Co-Trainerin Marie-Louise Eta, mit der er bislang die U19 der Köpenicker betreute, arbeitet der gebürtige Bremer seit der vergangenen Woche an der Trendwende nach dem Aus von Langzeittrainer Urs Fischer. Geschichte wird in jedem Falle geschrieben am Samstag: Als erste Frau wird Eta als Co-Trainerin bei einem Männer-Bundesligisten auf der Bank sitzen. «Wir sind seit Freitag eigentlich durchgängig hier in der Alten Försterei», sagte Grote. «Viele Gespräche, viel Video, viel Planen, viele Inhalte.»

Die beiden werden vor allem die Köpfe der Köpenicker Profis erreichen müssen. Beim 0:4 in Leverkusen vor der Länderspielpause wirkte die Mannschaft verunsichert und ratlos. Seit 14 Spielen haben die Berliner nicht gewonnen, neun Ligaspiele in Folge gingen verloren. Mit allen Spielern haben sie gesprochen, sagte Grote. «Es geht darum, Gefühlswelten kennenzulernen. Es geht darum, die Spieler daran zu erinnern, was für eine Qualität sie haben.»

Aufgeräumt habe er die Mannschaft erlebt, sagte der Trainer. Die freien Tage nach der Trennung von Fischer hätten bei der Verarbeitung geholfen. Erst am Montag gab es die erste Trainingseinheit.

Es ist ein Sprung für den 51-Jährigen. Eine Bundesliga-Mannschaft betreute er bislang bisher nicht. In der Saison 2020/2021 trainierte Grote den Zweitligisten VfL Osnabrück und musste nach sieben Niederlagen am Stück gehen. Ansonsten stehen für den gebürtigen Bremer im Männerbereich ein kurzes Intermezzo in der griechischen ersten Liga und Arbeit als Co-Trainer beim VfB Lübeck zu Buche. «Fußball ist es in der U19, Fußball ist es hier», sagte Grote nordisch pragmatisch. Aber natürlich sei das Umfeld ein anderes.

Taktisch und sportlich sind die Gestaltungsmöglichkeiten in so kurzer Zeit begrenzt. Es gehe nicht darum, alles umzuwerfen, sagte Grote. «Aber es steckt ein Stück weit in uns, offensiv zu denken», sagte der 51-Jährige. Man wolle der Mannschaft die ein oder andere Lösung im Angriff mitgeben. Der verletzungsbedingte Ausfall von Flügelflitzer Sheraldo Becker wird dabei schmerzen. In der Abwehr fehlt Leonardo Bonucci, im Mittelfeld der gesperrte Rani Khedira.

Kompletten Fokus auf Augsburg hatte Präsident Dirk Zingler gefordert. Auch Grote denkt nach eigenen Worten noch nicht daran, ob er auch in der Champions League gegen Braga auf der Bank sitzen wird. «Erstmal bis Augsburg. Alles andere weiß ich ehrlich gesagt nicht. Es ist auch nicht so, dass mich das sonderlich juckt», sagte der 51-Jährige.

Den Blick richtet Grote nach vorn. «Wir sind seit Montag nicht mehr in der Vergangenheit. Wir sind in der Zukunft», sagte er und appellierte auch an die Fans. Er habe Verständnis, falls es noch Traurigkeit über den Abschied von Fischer gebe. Aber für die Profis sei die Unterstützung elementar im Stadion wichtig. «Das ist eine unglaubliche Energie und Wucht, die man hier erleben kann», sagte Grote. «Diese Wucht und diese Unterstützung werden die Spieler brauchen.»

© dpa ⁄ David Langenbein und Jordan Raza, dpa
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