Bildungssenatorin: Bei Sprachförderung in Kitas nicht sparen

Berlins Bildungssenatorin Astrid-Sabine Busse (SPD) hat gefordert, bei der Sprachförderung in Kitas nicht zu sparen. Das teilte die Bildungsverwaltung am Montag mit. Die Länder seien am Freitag über Pläne des Bundesfamilienministeriums informiert worden, das Programm «Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist» nicht fortführen zu wollen. «Der Koalitionsvertrag der Ampel-Koalition im Bund versprach die Weiterentwicklung und Verstetigung des Programms. Das nun angekündigte Aus durch die Bundesregierung ist enttäuschend», kritisierte Busse. «Ich hoffe, dass die Abgeordneten der Ampel-Koalition den Fehler korrigieren werden.»
Astrid-Sabine Busse, Senatorin für Bildung, Jugend und Familie, während einer Pressekonferenz. © Annette Riedl/dpa/Archivbild

Ziel des Bundesprogramms sei, Kinder mit sprachlichem Förderbedarf und Einrichtungen in benachteiligten Stadtteilen zu unterstützen, so die Bildungsverwaltung. Allein in Berlin profitierten davon mehr als 300 Kitas, der Förderumfang betrage in diesem Jahr rund 13,2 Millionen Euro.

Eine Sprecherin des Bundesfamilienministeriums erklärte, der Bund unterstütze die Länder seit Jahren «massiv» mit Förderprogrammen im Kitabereich. Diese seien jedoch immer befristet, da die Zuständigkeit im Bereich der Kindertagesbetreuung bei den Ländern liege. Nach elf Jahren Finanzierung des Programms «Sprach-Kitas» und dem Kompetenzaufbau in der Fläche gingen die geschaffenen Strukturen und Ansätze nun in die Verantwortung der Länder über, sagte sie weiter.

Busse betonte jedoch: «Insbesondere vor dem Hintergrund der wachsenden Benachteiligung während der Corona-Pandemie ist gerade die Förderung von Kindern mit besonderem Sprachbedarf eine wichtige Aufgabe und eine Verpflichtung der Politik.» «Falls das Bundesprogramm nicht fortgeführt werden sollte, muss der Bund mehr Geld in das Gute-Kita-Gesetz stecken, damit die gekürzten Mittel für die Sprachförderung ausgeglichen werden können.»

Berlin bereite sich auch auf den Fall vor, dass das Bundesprogramm nicht gerettet werde, so Busse. «Wir würden für diesen Fall alle Möglichkeiten ausschöpfen, um das Konzept der umfangreichen Sprachförderung abzusichern.»

© dpa
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