BR Volleys wollen um «alle nationalen Titel» mitspielen

Der Umbruch war so nicht geplant. Trotzdem sieht Volleys-Geschäftsführer Niroomand «viel individuelles Potenzial» in der neuen Mannschaft.
Trainer Cedric Enard von Berlin Volleys mit einem Ball in neuer Trainingsjacke der Saison 2022/23. © Andreas Gora/dpa/Archivbild

Voller Zuversicht packt der deutsche Volleyball-Meister Berlin Volleys in der kommenden Bundesliga-Saison das Unternehmen Titelverteidigung an. Der personelle Umbruch mit sechs Spielerabgängen und sechs Neuzugängen soll dabei kein Hinderungsgrund sein. «Wir wollen um alle nationalen Titel mitspielen», sagte Volleys-Geschäftsführer Kaweh Niroomand bei der Saison-Pressekonferenz am Dienstag.

Der 69 Jahre alte Volleys-Chef gibt aber auch zu bedenken: «Es wird schwerer als in den vergangenen Jahren.» Besonders die SWD powervolleys Düren und - natürlich - den VfB Friedrichshafen sehen die Berliner als ihre schärfsten Widersacher in der am 8. Oktober beginnenden Saison an. Mit einem Etat in Höhe von 2,5 bis 2,9 Millionen Euro wirtschaften die Volleys dabei im Vergleich zu manchem Konkurrenten aber nicht eben bescheiden.

Optimistisch geht Volley-Trainer Cedric Enard die Aufgabe an. «Ich habe ein gutes Gefühl», sagte der Franzose, «wir haben gut gearbeitet und eine gute Mannschaft beisammen.» Ganz in Bundesligaform ist die Mannschaft noch nicht, wie die zwei Niederlagen beim Turnier in Polen am vergangenen Wochenende aufzeigen. Für die Mannschaft bleibt aber noch der Bounce House Cup am kommenden Wochenende als Generalprobe, bei dem alle Bundesligisten in K.o.-Spielen den Sieger ermitteln.

Dabei muss Enard nach dem Gewinn des zwölften Meistertitels im Mai unter anderen auch auf seine beiden wohl wertvollsten Spieler verzichten: Sergej Grankin ist weg, Benjamin Patch auch. Zuspieler Grankin zog es aus privaten Gründen zurück in seine Heimat Russland, Diagonalangreifer Patch nahm sich eine Auszeit vom Volleyball. Der Umbruch insgesamt kam für den Verein überraschend. «Das war so nicht geplant. Eigentlich sollten acht bis zehn Spieler bleiben», gesteht Niroomand. Nun sind aber nur sechs Akteure aus der letzten Meistermannschaft übrig geblieben.

Sechs neue Spieler mit sechs unterschiedlichen Nationalitäten sind hinzugeholt worden. «Es steckt viel individuelles Potenzial in unserer Mannschaft, vielleicht sind wir sogar besser besetzt als in der vergangenen Saison», behauptet Niroomand. Ein wesentliches Kriterium für ihn: «Ob wir Erfolg haben, dafür wird das Mentale ausschlaggebend sein, ob wir diesen Killerinstinkt entwickeln können.»

Die Volleyball-Bundesliga ist inzwischen auf neun Mannschaften geschrumpft, darunter das mit einem Sonderspielrecht ausgestattete Juniorenteam des VC Olympia Berlin. «Das ist nicht schön», meint Niroomand zu der Mini-Liga. Sein Wunsch: «Perspektivisch gesehen müssen wir in der Liga auf zwölf bis 14 Vereine kommen.» Viele ambitionierte Clubs trauen sich aber aufgrund der finanziellen Kriterien ein Bundesliga-Dasein nicht zu. «Diese Scheu müssen die Vereine ablegen», fordert Niroomand.

In die neue Saison starten die BR Volleys am 9. Oktober mit einem Auswärtsspiel beim TSV Haching München. Bereits eine Woche später kommt es in Berlin zum Klassiker gegen den Erzrivalen VfB Friedrichshafen.

© dpa
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