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Pozessbeginnn: Brandsatz an russischer Nachrichtenagentur

Nach einem versuchten Brandanschlag auf ein Gebäude einer russischen Nachrichtenagentur in Berlin-Steglitz hat der Prozess gegen einen 55-Jährigen begonnen. Die Anklage gegen den russischen Staatsangehörigen lautet unter anderem auf versuchten Mord und versuchte schwere Brandstiftung. Die Verteidiger erklärten am Freitag zu Beginn des Prozesses vor dem Berliner Landgericht, ihr Mandant werde zunächst schweigen. Im Ermittlungsverfahren soll der Angeklagte die Vorwürfe zurückgewiesen und von einer Intrige gegen ihn gesprochen haben.
Gerichtsbank
Ein Schild mit der Aufschrift "Angeklagter" wird auf die Gerichtsbank gestellt. © Arne Dedert/dpa/Symbolbild

Der Mann soll im Frühjahr vorigen Jahres eine unkonventionelle Spreng- und Brandvorrichtung (USBV) gebaut und in dem Kellerschacht eines Mehrfamilienhauses, das von Mitarbeitern der russischen Nachrichtenagentur Ria Nowosti bewohnt wurde, angebracht haben. Er habe gewusst, dass das Haus «von mehreren Personen, darunter einem vierjährigen Mädchen, bewohnt wurde», heißt es in der Anklage der Generalstaatsanwaltschaft Berlin.

Von einem Mordversuch mit «gemeingefährlichen Mitteln» geht die Behörde aus. Der Brandsatz sei jedoch aus unbekannten Gründen nicht gezündet. Die Vorrichtung sei erst Tage später entdeckt und von Spezialisten des Landeskriminalamtes Berlin entschärft worden.

Laut Generalstaatsanwaltschaft habe der Mann nach seiner Festnahme behauptet, Opfer einer Intrige russischer Nachrichtendienste geworden zu sein. Umfangreiche Ermittlungen hätten «dafür jedoch keine Anhaltspunkte erbracht», so die Behörde bei Anklageerhebung. Der Angeklagte soll kurz nach Beginn des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine in sozialen Medien über das später betroffene Wohnhaus berichtet und dabei erklärt haben, von dort werde «Krieg gegen uns alle» geführt. Er sei allerdings in der Oppositionsszene nicht unumstritten gewesen, so die Behörde.

Neben einem versuchten Brandanschlag werden dem 55-Jährigen, der seit etwa 30 Jahren in Deutschland lebt und als Beruf «Journalist und Ingenieur» zu Protokoll gab, weitere Straftaten zur Last gelegt. In einem Fall soll der frühere Unternehmer zu Unrecht Corona-Soforthilfen in Höhe von 14.000 Euro erschlichen haben. Zudem soll er in seiner Mietwohnung in Berlin-Mitte die Strom- und Gasleitung angezapft haben. Für den zweiten Prozesstag am 13. September kündigten seine Anwälte ein sogenanntes Opening Statement an - eine Stellungnahme zur Anklage aus Verteidigersicht.

© dpa
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