Kältehilfe in Brandenburg ab November: Angebote erweitert

Ein Platz im Warmen und Notfallbetten stehen in der kalten Jahreszeit in Brandenburg bereit. Trotz höherer Kosten wollen Kommunen solche Hilfsangebote nicht aufgeben.
Die Kleiderkammer der Volkssolidarität Potsdam. © Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

In der kalten Jahreszeit können obdachlose Menschen in Brandenburg wieder Zuflucht bei Angeboten der Kältehilfe finden. Teils werden diese in einigen Kommunen ausgeweitet.

Die Stadt Potsdam plant derzeit, vom 1. November an 116 Schlafplätze in Pensionen und Wohnungen bereitzustellen. Zusätzliche Notfallbetten stünden in den regulären Obdachlosenwohnheimen zur Verfügung, teilte die Stadt mit. Im vergangenen Jahr seien 100 Plätze bereitgestellt worden. Die Suppenküche der Volkssolidarität biete auch warmes Essen an. Streetworkerinnen und Streetworker werden in der Stadt unterwegs sein, um Menschen zu helfen. Nach Schätzungen gibt es im Potsdamer Stadtgebiet etwa 100 Obdachlose.

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) stellt in Cottbus wohnungslosen Menschen Übernachtungsplätze zur Verfügung, auch die Stadtmission bietet Hilfe an. Von November an werden Öffnungszeiten erweitert - aufgrund des erhöhten Bedarfs, wie es hieß. Das «Straßenkaffee» der Stadtmission biete in Cottbus eine Tagesbetreuung an und sei zusätzlich an den Wochenenden und Feiertagen geöffnet. In einer Notunterkunft gebe es zehn Schlafplätze, es seien aber noch weitere Möglichkeiten zur Unterbringung vorhanden. Hilfsangebote aufgrund höherer Kosten etwa wegen der Energiekrise einzustellen, komme nicht infrage, teilte die Stadt mit.

Derzeit nutzten acht Menschen die Übernachtungsstätte des DRK in Cottbus. Weitere 5 bis 8 Menschen ohne Obdach hielten sich nach Einschätzung der Stadt in Cottbus auf, sie nähmen die Hilfsangebote aber nicht an.

Das Deutsche Rote Kreuz bietet außerdem etwa in Brandenburg an der Havel einen Kältehilfebus an. Der Start sei zum November geplant, sagte eine Sprecherin des DRK-Landesverbandes Brandenburg. Es sei zu erwarten, dass künftig noch weitere Kommunen ein solches Angebot ins Leben rufen werden. Das DRK betreibt zum Beispiel auch in der Stadt Lübbenau das ganze Jahr über ein Nachtasyl mit 20 Schlafplätzen und ein Wärmecafé. Auch Suppenküchen und Kleiderkammern stünden im Land Brandenburg zur Verfügung. Angesichts der hohen Energiepreise forderten der DRK-Landesverband und die Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege auch, einen Sozialgipfel einzuberufen, um über die Folgen der Krise zu beraten.

© dpa
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