Ticket für Studierende: Jarasch kündigt weitere Gespräche an

Mit welchem Ticktet Studierende in Berlin ab dem Sommersemester Bus und Bahn fahren, ist noch offen. Mobilitätssenatorin Bettina Jarasch (Grüne) hat am Donnerstag im Abgeordnetenhaus weitere Gespräche dazu angekündigt und in Aussicht gestellt, dass das Sozialticket ein Teil der Lösung sein könnte. Bisher gibt es ein im ABC-Bereich gültiges sogenanntes Semesterticket für 32 Euro, das in den Studiengebühren inklusive ist. Die entsprechenden vertraglichen Vereinbarungen mit dem Verkehrsbund Berlin-Brandenburg (VBB) gelten allerdings nur bis Ende März. Die Studierendenvertretungen hatten sich gegenüber dem VBB für ein günstigeres Ticket eingesetzt.
Ein Fahrkartenautomat der Deutschen Bahn steht an einem Bahnhof. © Moritz Frankenberg/dpa/Symbolbild

Die Verhandlungen der Studierendenvertreter (Asta) mit dem VBB seien bekanntlich gescheitert, sagte Jarasch. Am Mittwoch habe ihre Staatssekretärin alle Asten eingeladen zu einer Gesprächsrunde, um zu schauen, was sich machen lasse. Dabei sei vereinbart worden zu versuchen, das Berliner Sozialticket für monatlich 9 Euro auch für Studierende zugänglich zu machen, sagte die Grünen-Politikerin. Allerdings müssten die Studierenden die für das Sozialticket geltenden Voraussetzungen erfüllen - etwas die Berechtigung für den Berlin-Pass.

«Unser Beitrag wird dann sein, dass wir uns mit dem VBB darum bemühen, dass das Berliner Sozialticket auch noch über den März und April hinaus für den vergünstigten Preis zur Verfügung stünde», sagte Jarasch. Das käme gerade Menschen mit geringem Einkommen zugute. Auch dafür sei die Zustimmung des VBB nötig. «Insofern hoffe ich, dass wir in diesem Sinne für das Sommersemester eine gute Lösung finden werden.»

Jarasch deutete aber auch Alternativen an: «Wir haben durchaus Überlegungen, auf Grundlage eines ab April geltenden 49-Euro-Tickets nochmal vergünstigte Angebote zu machen», sagte sie. «Da kann man tatsächlich überlegen, einfach ein Ticket einzuführen für junge Menschen in Ausbildung, wo man nicht unterscheiden müsste zwischen Azubis oder Studierenden.» Es gebe vieles, was dafür spreche. «Das sind genau die Überlegungen, mit denen wir mit dem VBB gerade im Gespräch sind.»

© dpa
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