Giffey findet 9-Euro-Folgeticket «schöner» mit Tarifgebiet C

Berlin will eine eigene temporäre Anschlusslösung für das 9-Euro- Ticket. Darüber wird weiter kontrovers diskutiert.
Ein mobiles, für Juni gültiges 9-Euro-Ticket. © Marijan Murat/dpa/Illustration

Die Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) will bei einer Berliner Nachfolgelösung für das 9-Euro-Ticket möglichst auch das Umland in Brandenburg einbeziehen. «Wenn wir es nur als Berliner Weg machen, wäre es nur für die Tarifgebiete AB. Schöner wäre, bis ins Tarifgebiet C reinzugehen», sagte Giffey am Montag der RBB-Welle radioeins. «Das müssen wir jetzt mit dem Verkehrsverbund abklären.»

Die Spitzen der rot-grün-roten Koalition in Berlin hatten sich am vergangenen Freitag darauf verständigt, nach Auslaufen des vom Bund finanzierten 9-Euro-Tickets für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) Ende August übergangsweise eine vom Land finanzierte Nachfolgelösung anzubieten. Die Rede ist von einem preiswerten Ticket für die Monate Oktober, November und Dezember. Die Hoffnung ist, dass ab Januar dann wieder ein bundesweit einheitliches Ticket gilt, an dessen Finanzierung sich der Bund wie auch die Länder beteiligen.

Brandenburg hatte sich am Wochenende irritiert über den Vorstoß aus Berlin gezeigt. Dieser sei nicht abgesprochen, hieß es aus der Landesregierung in Potsdam. Beide Länder legen ihren Nahverkehrstarif im gemeinsamen Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) fest.

Giffey sagte, man könne in Berlin durchaus noch in diesem Jahr etwas machen. «Sicher ist, dass der Bund in diesem Jahr nichts macht.» Eine mögliche Anschlussfinanzierung werde erst nächstes Jahr greifen. «Aber wir müssen die Berlinerinnen und Berliner jetzt entlasten - im Herbst, im beginnenden Winter. Und wir müssen uns auch Gedanken machen, was wir auch von Landesebene leisten können.»

Die FDP hält nichts von einer für alle Nutzer kostengünstigen und einfachen Nachfolgelösung für das 9-Euro-Ticket. «Das Gießkannen-Prinzip mit einer Dauersubvention für alle hat keine Zukunft», sagte der verkehrspolitische Sprecher der FDP-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus, Felix Reifschneider.

«In Zeiten der Krise und Inflation muss ein Nachfolgemodell für das 9-Euro-Ticket zweierlei leisten», erklärte er. «Erstens muss es diejenigen zielgerichtet entlasten, die von der Inflation besonders betroffen sind, beispielsweise durch günstigere Sozialtickets. Und zweitens muss es einen relevanten Beitrag bringen, Verkehr von der Straße auf die Schiene zu verlagern.»

© dpa
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