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Lauter Frust bei Herthas Niederlechner: «Sch...» Videobeweis

Lange hatte Florian Niederlechner bei Hertha BSC auf ein Tor warten müssen. Dann lief es für den Stürmer. Doch im letzten Spiel des Jahres sieht er Rot. Den Ärger fasst er in drastische Worte.
Hertha BSC - VfL Osnabrück
Schiedsrichter Patrick Ittrich (M) zeigt Herthas Florian Niederlechner die rote Karte. © Soeren Stache/dpa

Nur die Aussicht auf die anstehende Weihnachtsfeier mit den Kollegen konnte Florian Niederlechner etwas beruhigen. Die erste direkte Rote Karte seiner langen Karriere hatte den 33 Jahre alten Offensivspieler von Hertha BSC sehr gewurmt. Jedem musste er das aus seiner Sicht erlebte Unrecht erzählen. «Wieder so ein Grund, dass keiner den Sch... braucht», entfuhr es Niederlechner in der Mixed Zone. Bei seinem Abgang vom Platz hatte er das Schimpfwort noch lautstark in voller Länge von sich gegeben.

Jener «Sch...», wie es der Routinier in der Vermeidung einer erneuten verbalen Entgleisung in der Mixed Zone beschrieb, das ist der Videobeweis. Für Niederlechner beim 0:0 gegen den VfL Osnabrück war der VAR die Quelle allen Übels.

Die Schlussphase lief in der mauen Zweitligapartie. Unübersichtlich ging es zu in einer wilden Szene im Mittelfeld. Niederlechner traf schließlich Gegenspieler Lukas Kunze am Schienbein. Gelbe Karte, meinte Schiedsrichter Patrick Ittrich, um diese Haltung nach Ansicht der Videobilder zu revidieren.

«Das ist ja der Quatsch an dem ganzen Videobeweis. Die schauen sich dann das Standbild an, dann sehen sie, dass ich mit der offenen Sohle auf seinem Knöchel war und dann geben sie eine Rote Karte. Darum braucht den keiner, will ihn keiner, das war wieder so eine Szene», sagte der Hertha-Angreifer. Dass er gar keine Dynamik und kein Tempo bei seinem Tritt hatte, interessiere beim Bildschirmstudium nicht, monierte er. «Sorry, das ist nicht zielführend und darum hasst jeder den Videobeweis», motzte er weiter.

Alles Lamentieren nützte aber nichts. Niederlechner wird der Hertha zum Jahresstart fehlen. Wie viele Spiele Sperre neben der obligatorischen zum Rückrundenstart am 21. Januar gegen Fortuna Düsseldorf hinzukommen, bleibt abzuwarten. Niederlechner hofft auf Milde der DFB-Richter.

Bitter für den Routinier: Es lief gerade richtig gut. Kein Tor bei den ersten neun Saison-Einsätzen und dann gleich sechs in den vergangenen vier Spielen. Der Ex-Augsburger hatte seine Rolle als offensiver Zehner gefunden. Wenn er wieder dabei ist, wird es am Einsatz nicht mangeln. Denn das Ziel Bundesliga-Rückkehr scheint bei sechs Punkten Rückstand auf Platz drei möglich.

«Ich glaube, dass alles offen ist in der Rückrunde. Wir werden im Trainingslager Gas geben und alles dransetzen, dass wir noch oben angreifen können. Vollangriff in der Rückrunde», sagte Niederlechner und verabschiedete sich zur Weihnachtsfeier mit den Kollegen.

© dpa
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