Games Music Hörbücher Gymondo MyTone Alle Services
vodafone.de

Laut Verdi 2500 Kita-Erzieherinnen im Warnstreik

In etlichen kommunalen Kitas bleiben die Türen am Donnerstag zu. Die Gewerkschaft Verdi fordert bessere Arbeitsbedingungen für Beschäftigte - und zeigt sich kämpferisch.
Verdi
Ein Beschäftigter trägt bei einem Warnstreik eine Warnweste von Verdi. © Tom Weller/dpa/Symbolbild

An einem Warnstreik für bessere Arbeitsbedingungen in kommunalen Berliner Kitas haben sich am Donnerstag nach Angaben der Gewerkschaft Verdi rund 2500 Erzieherinnen und Erzieher beteiligt. Bis zu zwei Drittel der etwa 280 betroffenen Kitas seien geschlossen geblieben, sagte ein Verdi-Sprecher. Dort werden normalerweise rund 35.000 Kinder betreut, viele Eltern mussten sich Alternativen überlegen.

Viele Streikende nahmen an einer Kundgebung vor dem Abgeordnetenhaus teil. Dort zeigten sie der Politik symbolisch Gelbe Karten und forderten den Senat lautstark auf, in Verhandlungen über bessere Arbeitsbedingungen und Entlastung der Kita-Mitarbeiter einzutreten.

Die Gewerkschaft fordert einen Tarifvertrag, der die pädagogische Qualität in den vielfach von Personalmangel geprägten kommunalen Kitas sichert und Entlastung schafft. Unter anderem sollen dort Regelungen zur Gruppengröße, zum Ausgleich von Belastungen und für eine bessere Ausbildung festgehalten werden. Der Senat lehnt Gespräche darüber bisher ab und verweist darauf, dass Berlin Mitglied der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) sei und hier keinen Alleingang vollziehen könne.

Insgesamt gibt es in Berlin laut Bildungsverwaltung rund 2900 Kitas, die oft von freien Trägern betrieben werden. Etwa 165.000 Kinder werden dort betreut. Rund ein Zehntel der Kitas gehört zu sogenannten Eigenbetrieben des Landes. Hier hatte Verdi 7600 Beschäftigte zum Warnstreik aufgerufen. Sollte der Senat bei seiner Ablehnung von Tarifverhandlungen bleiben, sollen die kommunalen Kitas laut Verdi ab kommendem Montag drei Tage lang bestreikt werden.

Der Landeselternausschuss Kita Berlin, der nach eigenen Angaben die Interessen aller Eltern von Kitakindern vertritt, kritisierte den Warnstreik als unangemessen. Viele Eltern hätten nicht die Möglichkeit, innerhalb kurzer Zeit eine alternative Betreuung für ihre Kinder zu organisieren. Verbesserungen an Kitas seien nur langfristig erreichbar und nicht durch «Streikmaßnahmen mit ungewissem Ausgang».

© dpa
Das könnte Dich auch interessieren
Empfehlungen der Redaktion
Trooping the Colour
People news
Palast: Prinzessin Kate besucht Wimbledon
Der große Haustiertest
People news
Tom Gerhardt verzichtet wegen Tourleben auf eigenen Hund
Bregenzer Festspiele - «Der Freischütz»
Kultur
Bregenzer Festspiele zeigen Webers «Freischütz»
Elon Musk
Internet news & surftipps
Nach EU-Untersuchung: Elon Musks X droht hohe Geldstrafe
Galaxy A16 5G: Das ist bereits zum Einsteiger-Handy bekannt
Handy ratgeber & tests
Galaxy A16 5G: Das ist bereits zum Einsteiger-Handy bekannt
Samsung Galaxy Buds3 & Buds3 Pro: Neues Design, bessere Earbuds? Die Kopfhörer im Hands-on
Handy ratgeber & tests
Samsung Galaxy Buds3 & Buds3 Pro: Neues Design, bessere Earbuds? Die Kopfhörer im Hands-on
Euro 2024: Training Spanien
Fußball news
Rooney vergleicht Nico Williams mit Cristiano Ronaldo
Symbol der Justitia
Job & geld
Auch mit dem linken Arm: Hitlergruß ist immer strafbar