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Lausitz baut Rolle in der Batterieproduktion weiter aus

Brandenburg wird durch Ansiedlungen und Engagements internationaler Unternehmen zunehmend Schwerpunkt in der Batterieproduktion. Die Wirtschaftsförderung ist optimistisch für 2024. Für den Blick weiter nach vorn hat sie aber eine klare Forderung.
Rock Tech in Brandenburg
Dietmar Woidke, Ministerpräsident von Brandenburg, spricht auf dem Baugelände für eine Lithiumfabrik. © Patrick Pleul/dpa/Archivbild

Brandenburg baut seine Kompetenz in der Batterieproduktion weiter aus. Landesweit sind mittlerweile 33 Unternehmen mit rund 9300 Arbeitsplätzen in der Wertschöpfungskette Batterie tätig, wie die Wirtschaftsförderung Brandenburg (WFBB) mitteilte. Weitere Investitionen, die für zusammen rund 3500 Arbeitsplätzen stehen, seien landesweit in Vorbereitung oder bereits in der Umsetzung. Dabei steht der WFBB zufolge die Lausitz als international gefragter Standort mit elf Unternehmensprojekten weit vorn. Für eine erfolgreiche Ansiedlung würden aber noch größere Flächen gebraucht.

In seiner Anlage in Guben will das kanadisch-deutsche Unternehmen Rock Tech jährlich 24.000 Tonnen Lithiumhydroxid produzieren - Grundstoff für die Batterieproduktion für E-Autos und Energiespeicher. Das Unternehmen erwartet nach eigenen Angaben Anfang Januar die vollständige Genehmigung zum Bau und Betrieb der Anlage. Der Start der Produktion ist ab 2026 geplant. «Die wesentlichen Arbeiten hängen jetzt allerdings von einer Genehmigung des Bundeswirtschaftsministeriums über weitere Fördermittelzusagen ab», teilte eine Sprecherin des Unternehmens der dpa mit.

Weitere Beispiele für Ansiedlungen aus der Branche sind der Chemiekonzern BASF, der in Schwarzheide (Oberspreewald-Lausitz) Kathodenmaterial für die Batterieherstellung produziert, sowie das Unternehmen SVolt, das in Lauchhammer (Oberspreewald-Lausitz) Batteriezellen herstellen will.

Eine landesweite Studie zum Bestand und Bedarf an Gewerbe- und Industrieflächen hat laut WFBB ergeben, dass die Lausitz für die Ansiedlung von Unternehmen zurzeit noch geeignete Flächen hat. Allerdings müsse Vorsorge getroffen werden, um den Investoren auch künftig gute Angebote machen zu können, sagte WFBB-Geschäftsführer Steffen Kammradt. «Insbesondere große Flächen über 50 Hektar werden gebraucht.»

Industriefreundlichkeit, freie Flächen, Wertschöpfung seien Gründe für das Unternehmen Altech, im Industriepark Schwarze Pumpe ein Werk für weiter entwickelte keramische Batterien zu bauen, die ohne Materialien wie Lithium oder Kobalt auskommen. Es gehe dabei um Batterien für das Stromnetz. Das Energieunternehmen Leag habe bereits Interesse signalisiert. Es will mit seinen Plänen zur Errichtung eines riesigen Energiezentrums aus Photovoltaik- und Windkraftanlagen auf Bergbaufolgeflächen auch unterschiedliche Batterien einsetzen.

Partner für Themen rund um das Testen und Zertifizieren im Automobilbereich ist die Dekra am Lausitzring, die ihr Testcenter für autonomes Fahren um ein Batterietestzentrum erweitert. Damit die deutsche Batterieindustrie rohstoffunabhängiger wird, planten drei Unternehmen in der Lausitz Batterierecycling.

«Innerhalb weniger Jahre entsteht in der Lausitz die Grundlage für eine neue Kreislaufwirtschaft», sagte Kamradt. Die Lausitz spiele dadurch ganz vorne in der Liga neuer Technologien für die Energiewende und für die Mobilität der Zukunft. An weiteren Ansiedlungen werde gearbeitet.

© dpa
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