Als Drogenkurier durch Berlin gerast: Angeklagter gesteht

Nach einer Raser-Fahrt durch die Stadt steht ein 29-Jähriger vor dem Berliner Landgericht. Der Mann war vor rund vier Monaten mit rund 1,5 Kilogramm Kokain im Auto in Berlin-Charlottenburg gestoppt worden. Zu Prozessbeginn am Dienstag hat der Angeklagte erklärt, er sei als Drogenkurier unterwegs gewesen. Das im Fahrzeug sichergestellte Rauschgift habe nicht ihm gehört. Er sei damals Drogenkonsument gewesen.
Eine Figur der blinden Justitia. © Sonja Wurtscheid/dpa/Symbolbild

Die Anklage lautet auf verbotenes Kraftfahrzeugrennen und bewaffnetes Handeltreiben mit Betäubungsmitteln. Der 29-Jährige habe «unter Ausnutzung der maximalen Antriebskraft» zeitweise auf über 140 Stundenkilometern bei zulässiger Höchstgeschwindigkeit von 80 Kilometern pro Stunde beschleunigt, heißt es in der Anklage. Bei der Fahrt im Januar dieses Jahres habe er Verkehrszeichen missachtet und andere Fahrzeuge in verkehrswidriger Weise überholt.

Eine Polizeistreife stoppte ihn im Stadtteil Charlottenburg. Bei der Durchsuchung seines Fahrzeugs wurden laut Anklage unter anderem rund 1,5 Kilogramm Kokain sowie mehr als 30.000 Euro gefunden. Außerdem seien zwei Cuttermesser im Auto sichergestellt worden.

Ein Polizeibeamter schilderte als Zeuge, der Angeklagte habe bereits kurz nach seiner Festnahme gesagt, er sei «ein kleiner Mann, nur ein Fahrer». Der 29-Jährige habe weiter erklärt, was Hintermänner in den Wagen gelegt hätten, habe er nicht gesehen. Er habe eigentlich aufhören wollen mit solchen Fahrten. Weil er seine Frau besuchen wollte, sei er so schnell gefahren, habe der 29-Jährige erklärt. Er habe unter Einfluss von Drogen gestanden.

Der 29-Jährige befindet sich seitdem in Untersuchungshaft. Angaben zu den mutmaßlichen Hintermännern wolle er nicht machen, so sein Verteidiger. Der Prozess geht voraussichtlich am 2. Juni weiter.

© dpa
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