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Landesrabbiner: «Wir haben Angst um unser Leben»

Die Jüdischen Gemeinden in Brandenburg sind nach dem Angriff der Hamas auf Israel in Sorge. Landesrabbiner Kirzon hat seine Eindrücke bei einem Termin im Landtag geschildert.
Ariel Kirzon
Ariel Kirzon, Rabbiner der jüdischen Gemeinde in Potsdam, lehnt an einer Wand. © Gerald Matzka/dpa

Der Brandenburger Landesrabbiner Ariel Kirzon hat sich nach dem Großangriff der islamistischen Hamas auf Israel äußerst besorgt gezeigt. «Wir haben Angst um unser Leben und das Leben unserer Kinder», sagte Kirzon am Mittwoch in Potsdam bei einer Expertenanhörung im Landtag zur geplanten Stelle einer oder eines Antisemitismusbeauftragten. Er sprach von unsäglichen Szenen mit Blick auf eine anti-israelische Kundgebung am Wochenende in Berlin. Das pro-palästinensische Netzwerk Samidoun hatte den Hamas-Angriff auf Israel am Samstag gefeiert, indem es Süßigkeiten verteilt hatte.

Der Landesrabbiner forderte ein Sicherheitskonzept für die jüdischen Gemeinden. Der oder die künftige Beauftragte für Antisemitismus müsse sich für den Schutz und die Sicherheit der Jüdinnen und Juden und der jüdischen Einrichtungen in Brandenburg einsetzen. Innenminister Michael Stübgen (CDU) hatte am Dienstag gesagt, er sehe derzeit für die jüdischen Einrichtungen in Brandenburg keine Gefährdungslage.

«Jüdische Menschen haben Angst vor Anschlägen in Deutschland. Wir wollen mehr Schutz», sagte der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Stadt Potsdam, Evgeni Kutikov. Die Gemeinde stehe dazu im Kontakt mit der Polizei. In Potsdam gibt es mehrere jüdische Gemeinden, zudem eine Rabbiner-Ausbildung der School of Jewish Theology an der Universität Potsdam.

Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, hält eine bessere Vorbereitung auf Antisemitismus an Schulen für sinnvoll. «Der Bildungsbereich ist natürlich der große Schüssel bei der Prävention», sagte Klein bei der Anhörung. Aufklärung in allen Schulfächern sei nötig. «Wir müssen auch die Lehrkräfte in allen Fächern vorbereiten, um auf Antisemitismus zu reagieren.» Die Bekämpfung von Hass gegen Juden sei nicht bloß eine politische Aufgabe, die Zivilgesellschaft spiele dabei auch eine wichtige Rolle.

Terroristen im Auftrag der im Gazastreifen herrschenden Hamas hatten am Samstag ein Massaker unter israelischen Zivilisten in Grenzorten und auf einem Musikfestival angerichtet. Die Zahl der Toten liegt nach Angaben der Armee bei mehr als 1200.

© dpa
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