Brandenburg will erneuerbare Energien ausbauen

Die Brandenburger Landesregierung will bei der Wind- und Sonnenenergie noch mal deutlich draufsatteln, um die klimaschädlichen CO2-Emissionen möglichst auf null zu drosseln. Energieminister Steinbach spricht von ambitionierten Zielen.
Ein EnBW-Solarpark im Oderbruch. © Patrick Pleul/dpa/Symbolbild

Das Land Brandenburg will die erneuerbaren Energien deutlich ausbauen, um bis 2045 klimaneutral zu werden. Nach der vom Kabinett beschlossen Energiestrategie sei bis 2040 eine Verdoppelung der Erzeugungsleistung aus Windenergie auf 15 Gigawatt vorgesehen, sagte Energieminister Jörg Steinbach (SPD) am Mittwoch in Potsdam. Zudem sollen bis 2030 Photovoltaik-Anlagen mit 18 Gigawatt Gesamtleistung installiert werden, bis 2040 sind 33 Gigawatt vorgesehen. Im vergangenen Jahr waren Photovoltaik-Anlagen mit einer Erzeugungsleistung von rund 4,5 Gigawatt installiert.

«Wir wollen mit den Solarpaneelen aber nicht die Landschaft zupflastern», versicherte Steinbach. Vielmehr solle es eine Verpflichtung zur Installation von Photovoltaik auf Dächern öffentlicher Gebäude und auf großen Hallendächern geben. Damit solle eine zunehmende Inanspruchnahme von landwirtschaftlich nutzbaren Flächen für Solarparks verhindert werden, erklärte der Minister.

Steinbach sprach von ambitionierten Zielen und versuchte, dem weit verbreiteten Widerstand von Anwohnern gegen den Bau von Windkraftanlagen entgegenzuwirken. Eine Verdoppelung der Leistung bedeute nicht eine Verdoppelung der Zahl der Windräder, betonte der Minister. «Denn die Anlagen werden ja mit dem technischen Fortschritt leistungsfähiger.» Allerdings wolle Brandenburg die Vorgabe des Bundes erfüllen, bis 2032 mindestens 2,2 Prozent der Landesfläche für Windkraft zur Verfügung zu stellen. Nach Angaben von Umweltminister Axel Vogel (Grüne) sind es aktuell 1,6 Prozent der Landesfläche.

Vogel stellte am Mittwoch gleichzeitig Eckpunkte zu einem Klimaplan vor, der im Frühjahr 2023 fertiggestellt sein soll. Danach sollen die Treibhausgas-Emissionen bis 2030 gegenüber 1990 um 75 Prozent auf 31,3 Millionen Tonnen und bis 2040 um 96 Prozent auf 5,4 Millionen Tonnen gesenkt werden. Zumindest nach dem Plan sollen die Emissionen 2045 mit 900.000 Tonnen nahe null sein. Nach Angaben von Vogel betrugen die Emissionen in Brandenburg im Jahr 1990 insgesamt 125,7 Millionen Tonnen.

© dpa
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