1500 Menschen aus sozialen Berufen demonstrieren

Mit Warnstreiks und einer Demonstration in Potsdam haben unter anderem Kita-Beschäftigte am Montag für mehr Geld und bessere Arbeitsbedingungen demonstriert. Rund 1500 Mitarbeitende aus Kindergärten sowie anderen Sozial- und Erziehungsberufen und Kinder nahmen nach Gewerkschaftsangaben an dem Protestzug teil. Dieser führte vom Schillerplatz zum Ort der Tarifverhandlungen im Kongresshotel am Luftschiffhafen. «Wir sind es wert» und «Die Kitalandschaft brennt und wir brennen mit» war unter anderem auf Plakaten zu lesen. Zahlreiche Kitas in Brandenburg waren am Montag geschlossen.
Ein Beschäftigter trägt bei einem Warnstreik eine Warnweste von Verdi. © Tom Weller/dpa/Symbolbild

Die Beschäftigten hätten deutlich gemacht, dass ihre Forderungen nach mehr Gehalt und mehr Personal, aber auch nach mehr Raum und Zeit für Kinder umgesetzt werden muss, sagte Verdi-Gewerkschaftssekretärin Josephine Roscher der Deutschen Presse-Agentur. Vor allem mehr Zeit der Beschäftigten für die Kinder sei ein zentrales Anliegen. «Es werden zu viele Kinder auf zu engem Raum betreut», kritisierte die Gewerkschafterin.

«Wir brauchen eine deutliche Aufwertung des Sozial- und Erziehungsdienstes, um somit die Personalsituation in Kitas und in den sozialen Einrichtungen jetzt endlich zu verbessern», forderte Andrea Kühnemann, stellvertretende Verdi-Landesbezirksleiterin.

Die Tarifverhandlungen für die Mitarbeitenden in den kommunalen Sozial- und Erziehungsberufen sind in der entscheidenden Phase. Nach zwei erfolglosen Verhandlungsterminen im Februar und März treffen die Gewerkschaft Verdi und der Beamtenbund dbb in Potsdam zum dritten und voraussichtlich letzten Mal mit der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände VKA zusammen. Bis einschließlich Mittwoch wollen beide Seiten beraten. Die Gewerkschaft hatte die Arbeitgeber vor der Verhandlungsrunde aufgefordert, ihre Verweigerungshaltung aufzugeben.

Der Fachkräftemangel in den Kitas, in der Sozialarbeit und in der Behindertenhilfe sei seit Jahren eklatant hoch, kritisierte Verdi. Die Corona-Krise habe das weiter zugespitzt, weil viele Beschäftigte die Soziale Arbeit verlassen und sich andere Arbeit gesucht hätten.

Geschlossene Kitas gab es am Montag etwa in Blankenfelde-Mahlow, Zossen (Teltow-Fläming), Königs Wusterhausen (Dahme-Spreewald), Ludwigsfelde (Teltow-Fläming) und Panketal (Barnim).

© dpa
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