Berlin kontaktiert nach Todesfahrt mehr als 120 Betroffene

Nach der Todesfahrt in der Berliner Innenstadt hat das Land Berlin zu 124 Betroffenen Kontakt aufgenommen. Das berichtete Justizsenatorin Lena Kreck (Linke) am Dienstag nach einer Sitzung des Senats. Es handele sich um Verletzte, Ersthelfende oder Augenzeugen des Vorfalls vor knapp einer Woche. Diese seien bislang von der Zentralen Anlaufstelle ermittelt worden, die bei der Senatsjustizverwaltung angesiedelt ist und das Hilfsangebot koordinieren soll. Ein erstes, nichtöffentliches Treffen mit den Menschen sei in Kürze gemeinsam mit Berlins Regierender Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) und ihr geplant, sagte Kreck.
„Berlin trauert“ steht auf einem Schild oberhalb von Blumen und Kerzen in der Nähe des Tatorts. © Annette Riedl/dpa/Archivbild

Die Anlaufstelle solle das Hilfsangebot für die Betroffenen mittel- und langfristig koordinieren. «Wir müssen uns darüber im Klaren sein, dass den meisten Personen sein sehr langer Prozess bevorsteht», sagte die Senatorin. Nach ihren Angaben stammen die meisten Betroffenen der Todesfahrt aus anderen Bundesländern.

Die Anlaufstelle war nach dem islamistischen Anschlag 2016 auf einen Berliner Weihnachtsmarkt entstanden. Zu dem aktuellen Angebot gehört ein Beratungstelefon, bei dem sich Betroffene täglich rund um die Uhr melden können, um erste psychosoziale Unterstützung zu erhalten.

Bei der mutmaßlichen Amoktat am vergangenen Mittwoch waren eine Frau getötet und nach jüngsten Angaben der Staatsanwaltschaft 32 Menschen verletzt worden. Acht Verletzte werden nach Senatsangaben weiterhin im Krankenhaus behandelt. Der 29 Jahre alte Fahrer befindet sich auf Antrag der Staatsanwaltschaft in einem psychiatrischen Krankenhaus. Die Justizbehörde wirft ihm Mord in einem Fall und versuchten Mord in 17 Fällen vor. Besonders getroffen von der Tat ist eine Schulklasse aus Hessen, deren Lehrerin starb.

© dpa
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