Sandro Schwarz: «Wir konnten eine Identität aufbauen»

Trainer Sandro Schwarz sieht den Fußball-Bundesligisten Hertha BSC auf einem guten Weg. Momentan auf Platz 15 der Bundesliga-Tabelle rangierend, seien die Berliner mit der Punkteausbeute zwar nicht zufrieden, hätten nach Meinung des Trainers die Atmosphäre betreffend jedoch «eine sehr gute Stabilität gezeigt». «So wie wir Fußball spielten, konnten wir eine Identität aufbauen. Das haben wir gut hinbekommen, ohne den Eindruck zu hinterlassen, zufrieden zu sein. Es geht darum, weiter daran zu schrauben und sich zu verbessern», sagte Schwarz im Interview dem Portal «Transfermarkt.de» (Mittwoch). 
Hertha BSC Berlins Trainer Sandro Schwarz steht vor dem Spiel im Stadion. © Tom Weller/dpa

Die Tatsache, dass der Verein künftig den «Gürtel enger schnallen» müsse, sehe er als anspruchsvolle Aufgabe. «Aber es ist ein extremer Reiz, aus wenig möglichst viel zu entwickeln. Dass das Zeit braucht, ist normal. Es ist ein spannender Weg, die aktuelle Situation gemeinsam anzunehmen», sagte Schwarz. 

Aus der Nachwuchsförderung Profit zu schlagen, sei für ihn dabei eine folgerichtige Entwicklung in der Transferpolitik, wenngleich es ihm in erster Linie darum gehe, Spieler weiterzuentwickeln. «Ich finde es total legitim, als Club zu sagen, dass man diesen Weg aufgrund der finanziellen Situation gehen sollte. Das ist aktuell nun einmal absolut die Realität», sagte der Berliner. Er selbst habe «einen riesigen Spaß an dieser Herausforderung mit allen Begleitumständen» und spüre «totales Vertrauen». 

In puncto Wintertransfers hat Schwarz eine klare Meinung: «Es macht in unserer Situation nur Sinn, Spieler zu verpflichten, bei denen du weißt, dass sie Entwicklungspotenzial haben und eine Verstärkung sind. Und auch in den engen finanziellen Rahmen passen. Aber jemanden zu verpflichten, nur um nach außen etwas zu dokumentieren – davon bin ich kein Freund.»

Deshalb sei es für den Trainer ebenso in Ordnung, niemand neues zu verpflichten, wenn sich keine passende Personalie finde. Wichtig sei, die Saison erfolgreich zu gestalten, sodass «die Leute nach dem letzten Spiel sagen: So stelle ich mir Hertha BSC vor – in der Art und Weise, wie Fußball gespielt und gefightet wird. Das ist für uns alle ein Gradmesser für unsere Zufriedenheit nach der Saison», sagte Schwarz

© dpa
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