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Handgranaten-Wurf aus Eifersucht? Vorwürfe zurückgewiesen

Drei Menschen werden durch Granatsplitter und Messerstiche bei einer Auseinandersetzung in Berlin-Reinickendorf verletzt. Sieben Monate nach der Tat steht ein 61-Jähriger wegen versuchten Mordes vor Gericht.
Justitia
Eine Statue der Justitia hält eine Waage und ein Schwert in der Hand. © Arne Dedert/dpa/Symbolbild

Aus Eifersucht und Rache soll ein 61-jähriger Mann in Berlin-Reinickendorf mit einer Handgranate und einem Messer drei Menschen beinahe tödlich attackiert haben. Seine rund 20 Jahre jüngere Ex-Partnerin, ihr neuer Lebensgefährte und eine Begleiterin der beiden wurden laut Anlage zum Teil lebensgefährlich verletzt. Sieben Monate nach dem Geschehen hat der mutmaßliche Angreifer zu Prozessbeginn am Dienstag vor dem Berliner Landgericht erklärt, er sei nicht mit einer Handgranate bewaffnet gewesen und habe nicht töten wollen. Es habe Streit um Geld gegeben, er habe sich gewehrt.

Die Anklage gegen den serbischen Staatsangehörigen lautet unter anderem auf versuchten Mord in drei Fällen, Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion, Verstoß gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz. Der 61-Jährige sei kurz vor der Tat aus seiner serbischen Heimat nach Berlin gereist, um die Frau und ihren neuen Lebensgefährten zu attackieren. Am späten Abend des 24. März 2023 habe er sich auf die Lauer gelegt, um beide «aus Rache und Kränkung über die von der Frau ausgegangenen Scheidung im Mai 2022 sowie aus Eifersucht zu töten», heißt es in der Anklage.

Als die damals 42-Jährige gegen 23.15 Uhr mit einem 61-jährigen Mann und einer Begleiterin nach einem Lokalbesuch an ihrem Wohnhaus erschien, soll der Angeklagte die Handgranate geworfen haben. Diese sei «unmittelbar explodiert». Der Mann und die Bekannte seien durch Granatsplitter verletzt worden. Anschließend soll der Angeklagte zu einem Messer gegriffen und mehrmals auf den bereits verletzten Nebenbuhler sowie seine Ex-Partnerin, die laut Anklage weglaufen wollte, eingestochen haben.

Allein durch das Eingreifen eines gemeinsamen Sohnes sei der 61-Jährige gestoppt worden, so die Anklage. Der junge Mann habe seine Mutter von dem Vater weggezogen und ins Wohnhaus getragen. Sie habe mehrere Schnitt- und Stichverletzungen erlitten. Ihr neuer Partner habe nur knapp durch eine Notoperation überlebt.

Der Angeklagte erklärte, er sei alkoholisiert gewesen und habe von seiner Ex-Partnerin eine Summe von 20.000 Euro zurückfordern wollen, die sie unberechtigt genommen habe. Auch der neue Freund der Frau, den er aus der Heimat kenne, habe ihm 6000 Euro geschuldet. Als sie ihn vor dem Wohnhaus gesehen hätten, habe der Nebenbuhler jedoch etwas in seine Richtung geworfen - «wie ein Feuerwerkskörper, ich nahm es auf und warf es zurück». Er könne sich erinnern, den Rivalen geschlagen zu haben. Ein Messer habe auf dem Boden gelegen, doch was damit geschehen sei, könne er nicht sagen.

Der 61-Jährige war kurz nach dem Geschehen in der Nähe des Tatortes festgenommen worden. Er befindet sich seitdem in Untersuchungshaft. Der Prozess wird mit ersten Zeugen am 26. Oktober fortgesetzt. Zehn weitere Verhandlungstage bis zum 28. November sind terminiert.

© dpa
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