Füchse nach Kraftakt gegen BHC: «Kommen harte Zeiten»

Mit einem Kraftakt gegen den BHC verteidigten die Füchse die Tabellenspitze. Doch der Kräfteverschleiß war groß und schon am Dienstag geht es in der European League weiter.
Ein Handballer hält den Spielball in den Händen. © Robert Michael/dpa/Symbolbild

Obwohl die Füchse Berlin weiter an der Tabellenspitze der Handball-Bundesliga thronen dürfen, war Trainer Jaron Siewert nach dem hart erkämpften Heimsieg am Samstagabend gegen den Bergischen HC nicht zufrieden. «In der ersten Halbzeit sind wir sehr unfokussiert bei Abprallern und kommen selber nicht ins Tempospiel. Und dann ist es ein offenes Spiel. Genau das, was wir nicht wollen. Und dann machen wir es vorher nicht zu», sagte der Coach nach dem 29:27-Erfolg.

Die Füchse taten sich über weite Strecken überraschend schwer. Auch ein Resultat der aktuell hohen Belastung. «Man merkt sicherlich, dass bei manchem vom Akku die Prozente gefehlt haben», fand Kapitän Paul Drux. Besonders die verletzungsbedingten Ausfälle der rechten Rückraumspieler Mathias Gidsel und Fabian Wiede schmerzten.

So lastete viel Verantwortung bei jungen Akteuren wie Nils Lichtlein (20) oder Max Beneke (19). Und beide lösten ihre Aufgaben gut, ihnen gelangen jeweils drei Treffer. Besonders über die Entwicklung von Lichtlein nach seiner langwierigen Verletzung freute sich Siewert. «Ich bin froh, dass er wieder einen Schritt nach vorne gemacht», sagte der Füchse-Coach.

Beneke hatte sogar noch tags zuvor mit dem 1. VfL Potsdam in der zweiten Liga gegen Großwallstadt gespielt. Und trotzdem ging er mit viel Kraft und Energie in das Spiel gegen den BHC. «Ich versuche das Team zu unterstützen, wo es mich braucht. Ich soll ja auch werfen und dann darf ich auch mal einen verwerfen. Die Jungs unterstützen mich, wo sie können», sagte der Youngster.

Wenn es für die Füchse am Dienstag weitergeht, wird Beneke aber aller Voraussicht nicht wieder dabei sein und zu Kooperationspartner Potsdam zurückkehren. Auf die Frage, ob er bei diesem Doppelspielplan nicht durcheinanderkommt, antwortete er nur: «Ich gucke immer in meinen Kalender und dann steht das darin.»

So müssen die Füchse im zweiten Spiel der Gruppenphase der European League gegen die Spanier von Bidasoa Irun (20.45 Uhr/DAZN) in der Max-Schmeling-Halle ohne den 19-Jährigen auskommen. Dafür hofft Siewert auf eine Rückkehr von Nationalspieler Fabian Wiede. «Der könnte für Entlastung sorgen. Das steht aber noch nicht fest», sagte der Berliner Trainer. «Aber wir haben immer noch genug Rechtshänder im Kader, die performen können», ergänzte er.

Zeit zur Regeneration bleibt aber kaum. «Es kommen sicherlich harte Zeiten auf uns zu», warnte Vorstand Sport Stefan Kretzschmar. Schon gegen Irun erwartet die Füchse eine schwierige Aufgabe. «Sie sind eine sehr starke Mannschaft. Wir haben schon letztes Jahr gegen die gespielt und ich finde, sie haben sich noch einmal verstärkt. Das wird sicherlich ein hartes Stück Arbeit», sagte Drux.

© dpa
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