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Glücksbringer Olympiastadion? Unions Königsklassen-Premiere

Die Krise bei Union Berlin trübt die Vorfreude auf das historische erste Heimspiel in der Champions League. Eigentlich ist der SC Braga schlagbar. Eigentlich.
Diogo Leite
Diogo Leite von Union Berlin spielt den Ball. © Andreas Gora/dpa

Ausgerechnet das Olympiastadion der Hertha soll dem 1. FC Union Berlin Glück bringen. Wenn die Köpenicker für ihr erstes Champions-League-Heimspiel gegen den SC Braga in den Berliner Westen ausweichen, steht die Mannschaft um Königsklassen-Kenner Leonardo Bonucci mächtig unter Erfolgsdruck. Fünf Pflichtspiel-Niederlagen in Serie stürzten die Eisernen in die größte sportliche Krise seit über fünf Jahren. Nach einem düsteren September will die Mannschaft ihre Fans am Dienstagabend (18.45 Uhr/DAZN) milde stimmen.

«Dass eine gewisse Verunsicherung da ist, ist klar», gestand Trainer Urs Fischer. In Panik verfällt der Schweizer nach dauerhaftem Erfolg in den zurückliegenden Jahren aber nicht. «Es waren fünf Jahre auf der Überholspur. Ich glaube, ich war während der fünf Jahre nicht so euphorisch. Und ich werde in dieser Phase, wo es mal nicht so läuft, auch nicht zu Tode betrübt sein», sagte der 57-Jährige gewohnt gelassen.

Um allen Unionern eine Karte anzubieten, zieht der Hauptstadt-Club um. 73.345 Heimfans sind am Dienstag dabei. Das Stadion An der Alten Försterei hätte nur gut 22.000 Besuchern Platz geboten. Ökonomisch bringt der Umzug den Eisernen allein für die drei Gruppenspiele wohl Mehreinnahmen im mittleren einstelligen Millionenbereich.

«Das Selbstvertrauen ist im Moment nicht so groß. Da braucht es diesen zwölften Mann», befand Fischer. Immerhin waren Spiele in der Schüssel im Westend zuletzt eine Erfolgsgeschichte für Union. Drei Siege in Serie gab es gegen Stadtrivale Hertha.

Verhilft die gewaltige Kulisse den Berlinern zum ersten Champions-League-Erfolg ihrer Vereinsgeschichte? Das 0:1 in Madrid war irgendwie einkalkuliert. Auch gegen den SSC Neapel als weiteren Gegner der Gruppe C ist Union klarer Underdog. Nur die Portugiesen aus dem beschaulichen Städtchen Braga scheinen ein Rivale auf Augenhöhe zu sein. Auch Braga war mit einer Niederlage in die Königsklasse gestartet.

Ohnehin gibt es einige Parallelen zwischen beiden Teams. Der Saisonauftakt der Gäste aus Südeuropa verlief ähnlich durchwachsen. In der Liga spielte der Tabellenfünfte nicht einmal zu null. Im Gegensatz zu Kapitän und Torlieferant Ricardo Hora sucht Torhüter Matheus noch nach seiner Form. In der defensiven Zentrale kämpft Braga ähnlich wie Union mit Abstimmungsproblemen. Ein Vorteil für die Portugiesen, die schon in der Europa League (1:0 und 0:1) Gegner der Berliner waren, könnte die längere Vorbereitungszeit sein. Braga hatte zwei Tage mehr Pause.

Und Union? Der Frust sitzt tief, die Zweifel wachsen. «Die Mannschaft hat nicht das Erfolgserlebnis, um mit breiter Brust aufzutreten», sagte Manager Oliver Ruhnert. Nicht gerade optimale Ausgangsbedingungen vor der Champions League. Den Stürmern fehlt die Effizienz, den Mittelfeldspielern das instinktive Zusammenspiel mit ihren Abwehrkollegen. Oder wie Ruhnert es formulierte: «Jetzt kommt alles zusammen».

© dpa ⁄ Jordan Raza, dpa
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