Zuzahlungen für Heimpflege in Brandenburg steigen

Die Kosten für die Pflege im Heim steigen für Betroffene und ihre Angehörigen schon seit langem an. Neue staatliche Zuschüsse helfen da nach Angaben der Ersatzkassen nur begrenzt.
Eine Pflegefachkraft zieht einem Klienten einen Kompressionsstrumpf an. © Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild

In den Brandenburger Pflegeheimen sind die Kosten für die Bewohner weiter gestiegen und werden von neuen Zuschüssen nur teilweise abgefedert. Im ersten Jahr im Heim mussten Betroffene und Angehörige zum 1. Juli in Brandenburg 1858 Euro pro Monat aus eigener Tasche zahlen - das sind 63 Euro mehr als zum 1. Januar, wie eine Auswertung des Verbands der Ersatzkassen ergab. Die Zuschüsse, die zu Jahresbeginn eingeführt wurden, steigen mit längerem Heim-Aufenthalt. Kostenzuwächse werden dann jeweils stärker gedämpft.

Ohne Zuschüsse müssten die Pflegebedürftigen im ersten Jahr im Heim zum 1. Juli dieser Erhebung zufolge 1903 Euro dazuzahlen - und damit 65 Euro mehr im Vergleich zum 1. Januar. In den Summen ist zum einen der Eigenanteil für die reine Pflege und Betreuung enthalten. Denn die Pflegeversicherung trägt - anders als die Krankenversicherung - nur einen Teil der Kosten.

Für Heimbewohner kommen zum anderen aber noch Kosten für Unterkunft, Verpflegung und auch für Investitionen in den Einrichtungen dazu. Der Eigenanteil allein für die reine Pflege stieg in Brandenburg - ohne Zuschüsse - von 859 Euro im Januar auf 909 Euro zum 1. Juli an.

Zu Jahresbeginn traten aber auch Neuregelungen einer Pflegereform in Kraft. Heimbewohnerinnen und Heimbewohner bekommen damit jetzt neben den Zahlungen der Pflegekasse einen Entlastungszuschlag, der mit der Pflegedauer steigt. Der Eigenanteil für die reine Pflege soll so im ersten Jahr im Heim um 5 Prozent sinken, im zweiten um 25 Prozent, im dritten um 45 Prozent, ab dem vierten Jahr um 70 Prozent.

So stiegen in Brandenburg zum 1. Juli im zweiten Jahr im Heim die Zuzahlungen unter dem Strich im Schnitt noch um 53 Euro auf 1676 Euro, im dritten Jahr um 43 Euro auf 1494 Euro, ab dem vierten Jahr um 29 Euro auf 1267 Euro.

Gründe für die Kostensteigerungen sind gestiegene Löhne und höhere Lebenshaltungs- und Energiekosten, wie der Verband erläuterte. Der Zuschuss beziehe sich nicht auf Unterkunft, Verpflegung und Investitionen. Im bundesweiten Schnitt waren im ersten Jahr im Heim zum 1. Juli 2200 Euro pro Monat aus eigener Tasche fällig - 67 Euro mehr als zum 1. Januar.

© dpa
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