Giffey zum Jahrestag des Mauerbaus: Erinnerung an Opfer

Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) hat an den Bau der Berliner Mauer vor 61 Jahren und an die Opfer des DDR-Grenzregimes erinnert. «Die Berliner Mauer war ein Bauwerk der Unfreiheit, des Unrechts und der Diktatur», teilte Giffey am Freitag mit. «Mehr als 28 Jahre trennte sie Berlin in zwei Hälften, zerschnitt Familien und Freundschaften und griff tief in das Schicksal unserer Stadt ein.»
Franziska Giffey (SPD), Regierende Bürgermeisterin von Berlin. © Bernd von Jutrczenka/dpa/Archivbild

Die an der innerdeutschen Grenze getöteten Menschen dürften nicht vergessen werden. Es gebe eine historische Verantwortung, das Geschehene wachzuhalten und an das Leid zu erinnern, so Giffey, die auch den russischen Krieg in der Ukraine ansprach. «Das ist gerade jetzt wichtiger denn je, wenn in Europa wieder Menschen unter Einsatz ihres Lebens für die Freiheit kämpfen.»

Der Berliner CDU-Vorsitzende Kai Wegner bezeichnete den 13. August als einen Schicksalstag in der deutschen Geschichte. «Er besiegelte die Trennung von Familien, Freunden und Liebenden. Gleichzeitig zementierte er im wahrsten Sinne die Teilung Berlins, Deutschlands und Europas.» Der Tag des Mauerbaus erinnere daran, dass Freiheit nicht selbstverständlich sei. «Wir alle müssen deshalb tagtäglich einstehen für Freiheit, Rechtsstaatlichkeit und eine Demokratie ohne Hass und Gewalt.»

Am 13. August 1961 begann die DDR mit dem Bau der Mauer rund um den Westteil Berlins. Das 155 Kilometer lange Bollwerk trennte die Stadt mehr als 28 Jahre in zwei Hälften. Die Teilung endete erst mit dem Fall der Mauer am 9. November 1989. Allein in Berlin starben nach dem Mauerbau laut Forschern mindestens 140 Menschen durch die DDR-Grenztruppen. An der innerdeutschen Grenze waren laut Bundesregierung mindestens 260 Todesopfer zu beklagen.

Am 61. Jahrestag am Samstag wird in Berlin mit mehreren Veranstaltungen an den Mauerbau erinnert. Im Mittelpunkt des zentralen Gedenkens steht der Tod des 18-jährigen Peter Fechter, der vor 60 Jahren, am 17. August 1962, beim Überklettern der Mauer nahe dem Checkpoint Charlie von DDR-Grenzsoldaten angeschossen wurde und verblutete.

Giffey nimmt am Vormittag an einer Andacht vor der Kapelle der Versöhnung auf dem früheren Todesstreifen in der Bernauer Straße teil, anschließend gibt es eine Kranzniederlegung und einen Schweigemoment am Denkmal für die Maueropfer an der Bernauer Straße Ecke Ackerstraße. Zur Würdigung des 60. Todestags von Peter Fechter legt Giffey mittags an der Gedenkstele in der Zimmerstraße einen Kranz nieder.

© dpa
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