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Galeries Lafayette verkündet Aus für Berliner Kaufhaus

Ende 2024 ist Schluss: Das französische Luxus-Kaufhaus Galeries Lafayette wird Berlin und Deutschland verlassen. Der Einzelhandel bedauert die Entscheidung - zeigt aber auch Verständnis.
Galeries Lafayette
Außenansicht des Kaufhauses Galeries Lafayette an der Friedrichstraße. © Hannes P. Albert/dpa

Die französische Kaufhauskette Galeries Lafayette zieht sich Ende 2024 von ihrem einzigen deutschen Standort in Berlin-Mitte zurück. Der Mietvertrag für die Filiale in der Friedrichstraße in Berlin mit dem Immobilieneigentümer Tishman Speyer werde nicht verlängert, teilte das Kaufhaus am Mittwochabend mit. 190 Mitarbeitende seien betroffen. Der Betrieb solle eingestellt werden, sobald der Mietvertrag Ende 2024 auslaufe.

Der Handelsverband Berlin-Brandenburg bedauerte den Schritt. «Wir nehmen die Entscheidung unseres Mitglieds sehr betroffen zur Kenntnis, aber auch mit Verständnis, denn sie ist Ausdruck der angespannten Lage im Berliner Einzelhandel», sagte Hauptgeschäftsführer Nils Busch-Petersen der Deutschen Presse-Agentur. «Es ist für alle bedauerlich, wenn sich dieses Mitglied der Familie dazu entscheidet, aus Berlin fortzugehen.»

Auch Berlins Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) äußerte sich bedauernd zum nun verkündeten Aus. «27 Jahre lang war das Kaufhaus ein Anziehungspunkt in der Friedrichstraße», teilte sie auf Anfrage mit. «Wir unterstützen jetzt die Bemühungen des Handelsverbands Berlin-Brandenburg, den Beschäftigten der Galeries Lafayette eine Perspektive anbieten zu können.»

Das Kaufhaus werde alles tun, um die Mitarbeitenden des Geschäfts während des gesamten Prozesses bestmöglich zu unterstützen, teilte das Unternehmen weiter mit. Auch der Handelsverband sicherte Hilfe zu. «Wir werden als Verband alles dazu beitragen, Galeries Lafayette unsere Unterstützung anzubieten und uns auch um die Mitarbeiter zu kümmern», sagte Busch-Petersen. Sie würden mit Sicherheit eine neue Stelle finden, der Markt suche nach genau solchen Fachkräften.

Der Glaspalast, in den die Galeries Lafayette Ende Februar 1996 einzog, stammt vom Architekten Jean Nouvel. Hunderte Menschen standen damals in der Friedrichstraße Schlange zur Eröffnung der Galeries. Neben dem KaDeWe im Berliner Westen ist sie bis heute das wohl bekannteste Luxus-Kaufhaus der Hauptstadt.

Überraschend kommen die Schließungspläne nicht. Dass der Mietvertrag Ende des kommenden Jahres ausläuft, ist schon lange bekannt. Galeries Lafayette hatte indes in den vergangenen Wochen immer wieder betont, derzeit mit dem Eigentümer über eine Verlängerung des Vertrags zu verhandeln.

Der Eigentümer, der US-Immobilienentwickler Speyer, hatte allerdings stets betont, an einer Lösung für das Kaufhaus über 2024 hinaus nicht interessiert zu sein. Kultursenator Joe Chialo (CDU) hatte sich dafür ausgesprochen, in dem Gebäude die Zentral- und Landesbibliothek unterzubringen. Für die Bibliothek wird seit Jahren ein neuer Standort gesucht. Die beiden Standorte am Blücherplatz und in der Breiten Straße sind zu klein geworden und haben zudem dringenden Sanierungsbedarf.

© dpa
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