Preetz: In keinem so getäuscht wie in Klinsmann

Der ehemalige Hertha-Manager Michael Preetz blickt ohne großen Groll auf seine Zeit bei dem Berliner Bundesligisten zurück. Die Causa Klinsmann liegt ihm allerdings noch immer schwer im Magen.
Michael Preetz. © Soeren Stache/dpa-Zentralbild/POOL/dpa/Archivbild

Der einstige Hertha-Manager Michael Preetz blickt gespalten auf seine Zeit beim Berliner Bundesligisten zurück. «Mir war immer bewusst, dass eine so lange Zeit bei einem Verein außergewöhnlich und ein großes Privileg ist», sagte Preetz im Interview der «Sport Bild». «Auch deshalb blicke ich mit großer Dankbarkeit auf eine sehr schöne und intensive Zeit zurück.»

Ein besonders schmerzhafter Abschnitt sei derweil die kurze gemeinsame Zeit mit Ex-Trainer Jürgen Klinsmann gewesen. «Ganz sicher habe ich mich in keinem Kollegen so getäuscht wie in ihm», sagte Preetz über den ehemaligen Bundestrainer. «Sein plötzlicher Abgang und sein öffentliches Nachtreten zeugen nicht von einem ausgeprägten Sportsgeist.»

Unter dem damaligen Geschäftsführer Sport Preetz war Klinsmann von November 2019 bis Februar 2020 Kurzzeit-Trainer in der Hauptstadt. Der mittlerweile 57-jährige Klinsmann hatte in dieser Zeit eine Art Tagebuch geführt, in dem er den gesamten Verein scharf kritisierte. Dieses wurde von der «Sport Bild» veröffentlicht und Klinsmann sagte jüngst, dass alles stimme, was darin steht. «Sie werden sicher verstehen, dass ich dazu eine sehr viel differenziertere Meinung habe», sagte Preetz auf die Frage, ob er das genauso sieht.

Ganz ohne negative Erinnerungen sei auch die Hertha nicht behaftet, wie der Funktionär zugab. Die Trennung im Januar 2021 hätte «natürlich sehr weh» getan, weshalb sich Preetz bewusst aus der Öffentlichkeit zurückgezogen und Abstand zu dem Verein gesucht habe, wie er berichtet. «Ich habe mir sehr bewusst die Zeit genommen, mit einem großen Kapitel meines bisherigen Arbeitslebens gerade auch emotional abzuschließen», sagte der 54-Jährige, dessen eigentlich noch ein Jahr laufender Vertrag erst jetzt aufgelöst wurde.

Nach einer mehr als einjährigen Auszeit sei Preetz nun bereit für Neues. «Ja, ich kann sofort loslegen», sagte er. Laut eigener Aussage habe er schon mehrere Angebote aus dem In- und Ausland vorliegen: «Ab jetzt beschäftige ich mich in der Tat intensiv mit meiner beruflichen Zukunft.»

Eine Anstellung außerhalb Berlins sei für ihn durchaus denkbar, merkte der gebürtige Düsseldorfer nach 25 Jahren in der Hauptstadt an. «Es ist im Fußballgeschäft selbstverständlich, räumlich flexibel zu sein. Die Aufgabe ist das einzig entscheidende Kriterium, nicht der Ort», sagte Preetz und ergänzte: «Ich bin körperlich und mental sehr gut erholt und voller Tatendrang. Der Akku ist voll, und ich freue mich auf die Herausforderungen, die vor mir liegen.»

© dpa
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