Europa League für Zingler «historischer Tag»

Es wartet der nächste Höhepunkt. In der Liga noch ungeschlagen, nun startet Union in die Europa League. Die Vorfreude bei Präsident Dirk Zingler ist groß - vor allem wegen des Spielorts.
Union Präsident Dirk Zingler (l) unterhält sich mit Oliver Ruhnert, Geschäftsführer Sport bei Union. © Hendrik Schmidt/dpa

Der nächste Festtag im Stadion An der Alten Försterei berührt auch Präsident Dirk Zingler emotional. Europapokal im eigenen Stadion - und das nur wenige Tage nach dem hart erkämpften Remis gegen Serienmeister Bayern München im Spitzenspiel der Bundesliga. «Klar, für mich ist es ein historischer Tag», sagte der 58-Jährige am Dienstag in einer Medienrunde. «Hier an diesem Ort, wo vor 100 Jahren angefangen wurde, Fußball zu spielen. Das ist für mich wie das Schließen eines Kreises.» Seit 1920 ist das Stadion Spielstätte, wurde seitdem mehrmals umgebaut und renoviert.

Am Donnerstagabend (18.45 Uhr/RTL+) geht es dort gegen Royale Union Saint-Gilloise aus Belgien. Die weiteren Gegner der Eisernen sind SC Braga (Portugal) und Malmö FF (Schweden). In einer E-Mail an die Mitglieder bedankte sich Zingler am Dienstag bei allen, die Union in den letzten Jahren unterstützt und begleitet hätten.

Nun also Europa League nach der Conference League in der vergangenen Saison - und vor allem daheim in Köpenick. Die UEFA erlaubt in dieser Europapokal-Saison wieder den Verkauf von Stehplatz-Tickets. Die Köpenicker profitieren von der Regelung und dürfen ihre Heimspiele in der Alten Försterei austragen. «Für uns werden Träume wahr», sagte Zingler. In der letzten Saison mussten sie noch ins von vielen ungeliebte Olympiastadion ausweichen. Das Stadion der Köpenicker sei ein «Präzedenzfall», sagte Zingler, weil es rund 80 Prozent Stehplätze gebe.

Finanziell könnte der Verzicht auf den Umzug sogar Einbußen bedeuten, weil das Olympiastadion deutlich mehr Zuschauer fasst. Bei Spielen an der Wuhlheide muss Union wegen der hohen Nachfrage dagegen immer Menschen enttäuschen, die kein Ticket kriegen. «Ich bedaure das zu jedem Spiel», sagte Zingler. Trotzdem habe der Club nicht darüber nachgedacht, doch in das größere Stadion auszuweichen. «Es gibt für uns keine Alternative. Wenn Fußball in der Alten Försterei erlaubt ist, wird Fußball in der Alten Försterei gespielt.» Jedes Mitglied soll die Möglichkeit bekommen, mindestens ein Heimspiel in der Europa League im Stadion verfolgen zu können.

Zingler hob am Dienstag den Anteil von BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke an der Zulassung hervor. «Ich glaube, dass es Aki Watzke dann am Ende vollbracht hat» sagte er. Der 58-Jährige hob jedoch auch hervor, dass viele Personen und Initiativen dabei mitgeholfen hätten. Es sei ein deutsches Thema gewesen. Den Anteil der Unioner an der Entscheidung der UEFA wollte Zingler nicht überbewerten, sagte jedoch, der Club habe «es überall, wo wir waren, zum Thema gemacht.»

Für Union könnte das Spiel sportlich kaum zu einem besseren Zeitpunkt kommen. Die Mannschaft ist in dieser Saison in Pflichtspielen noch ungeschlagen, steht in der Bundesliga punktgleich mit den Bayern auf Rang vier.

Wie breit etwa der Kader der Eisernen inzwischen aufgestellt ist, zeigt auch die Nominierung für die Gruppenphase. Einige prominente Namen fehlen. Die Neuzugänge des Fußball-Bundesligisten Paul Seguin und Milos Pantovic sind nicht unter den 24 Profis, die Trainer Urs Fischer nominierte. Auch Mittelfeldspieler Levin Öztunali schaffte es nicht in den Kader. Innenverteidiger Timo Baumgartl, der sich nach seiner Krebserkrankung weiter im Aufbau befindet, fehlt ebenfalls.

© dpa
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