Großbrand in Berlin-Gesundbrunnen: Schwierige Löscharbeiten

Flammen lodern aus dem Dach eines früheren Altenheims im Norden. Dichter Rauch steigt in den Nachthimmel. Er ist kilometerweit zu riechen. Feuerwehrleute kämpfen viele Stunden gegen das Feuer.
Ein Blaulicht der Polizei leuchtet auf. © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/ZB/Symbolbild

Ein Brand im Dach eines früheren jüdischen Altenheims in Berlin-Gesundbrunnen hat zu einem Großeinsatz der Feuerwehr geführt. Seit der Nacht zum Sonntag kämpften Einsatzkräfte stundenlang gegen die Flammen. Zu Spitzenzeiten waren es rund 150, wie ein Feuerwehrsprecher sagte. Sonntagmittag meldete die Feuerwehr schließlich, der Brand sei unter Kontrolle. Es seien aber noch einzelne Kräfte zur Beobachtung vor Ort, um ein mögliches Auflodern zu verhindern. Nachbarhäuser seien zu keinem Zeitpunkt gefährdet gewesen, erklärte der Sprecher.

Der Rauch war noch in kilometerweiter Entfernung in Prenzlauer Berg, am Potsdamer Platz, am Alexanderplatz und sogar in Neukölln zu riechen, wie Nutzer bei Twitter schrieben. Auch die umliegenden Straßen waren nach Angaben der Feuerwehr heftig verraucht. Sie forderte die Anwohner auf, Fenster und Türen zu schließen.

Die Einsatzkräfte waren gegen 23.00 Uhr zu dem Brand in der Schulstraße gerufen worden. Die Löscharbeiten gestalteten sich schwierig. Gegen 2.30 Uhr breitete sich das Feuer in dem leerstehende dreistöckigen Gebäudes trotz «intensiver Brandbekämpfung» immer noch weiter aus. Etwa 2500 Quadratmeter Fläche standen in Flammen.

«Die örtlichen Gegebenheiten waren schwierig», sagte der Sprecher. Das Gelände rund um das seit langer Zeit verlassene Anwesen sei sehr verwildert und Bauzäune hätten den Zugang erschwert. «Es brannte der Dachstuhl, der auf einer Stahlbetondecke steht. Wir konnten nicht von unten, sondern nur von außen löschen.» Allerdings habe sich das Feuer dadurch auch nicht von oben nach unten in das Gebäude ausdehnen können.

Für die Löscharbeiten wurde die Schulstraße voll gesperrt. Zwei Obdachlose waren von Feuerwehrleuten rechtzeitig aus dem Haus geholt worden, berichtete der Sprecher. Sie seien vorsorglich ins Krankenhaus gebracht worden. Ein Feuerwehrmann habe sich beim Einsatz leicht am Fuß verletzt.

Die Ursache für das Feuer war zunächst unklar. Bislang gehe man davon aus, dass Fahrlässigkeit dazu führte, sagte eine Polizeisprecherin am Sonntag. Die Untersuchungen von Experten der Kriminalpolizei dauerten an, hieß es.

© dpa
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